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Startseite»Nachrichten»Pferde, Autos und teure Kleidung: Parkmünzen in Millionenhöhe gestohlen – fünfeinhalb Jahre Haft
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Pferde, Autos und teure Kleidung: Parkmünzen in Millionenhöhe gestohlen – fünfeinhalb Jahre Haft

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Pferde, Autos und teure KleidungParkmünzen in Millionenhöhe gestohlen – fünfeinhalb Jahre Haft

Beim Strafmaß wurde berücksichtigt, dass die Stadt es den Angeklagten sehr leicht machte. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Ehepaar ergaunert Parkmünzen im Wert von fast zwei Millionen Euro und lebt jahrelang in Saus und Braus. Die beiden kommen in Haft. Sie sollten ihren Lebensstil auch danach umstellen – der Stadt Kempten muss der Schaden in voller Höhe ersetzt werden.

Nach dem Diebstahl von Parkmünzen im Wert von etwa 1,9 Millionen Euro ist ein Ehepaar vom Landgericht Kempten zu jeweils fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht ordnete zudem an, dass der der Stadt Kempten entstandene Schaden in voller Höhe von den Angeklagten wieder ersetzt werden muss. Der Vorsitzende Richter Christoph Schwiebacher wies darauf hin, dass die beiden Angeklagten nun in den nächsten 30 Jahren mit Pfändungen rechnen müssten. „Das Ganze hat sich nicht gelohnt und soll sich auch nicht lohnen“, betonte er.

Angeklagt war ein 40 Jahre alter ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Kempten sowie seine 39 Jahre alte Ehefrau. Der Beschäftigte des Bauhofs war mit der Leerung der Parkscheinautomaten der Kommune beauftragt und hatte sich mehr als zehn Jahre lang immer wieder an den Einnahmen vergriffen. Seine Partnerin half ihm dabei, das Geld abzuholen und auf Konten einzuzahlen. Das Gericht bezeichnete sie als „die Logistikerin“ hinter den Taten.

Beide hatten die Vorwürfe in vollem Umfang zugegeben. Verurteilt wurden beide wegen mehr als 300 Fällen seit dem Jahr 2020 mit einem Schaden von rund 1,34 Millionen Euro. Weitere mehr als 500 Fälle mit einer Schadenssumme von 584.000 Euro sind strafrechtlich verjährt. Allerdings wird die Justiz die Gesamtsumme von mehr als 1,9 Millionen Euro zur Schadensbegleichung bei dem Paar einziehen.

Stadt machte es den Dieben sehr leicht

Der Mann hatte vor Gericht erklärt, dass das Paar sich mit dem Geld ein Luxusleben gegönnt habe: Pferde, Autos und teure Kleidung seien so finanziert worden. Die Strafkammer, der Staatsanwalt und die Verteidiger wiesen übereinstimmend darauf hin, dass es den Angeklagten von der Stadt sehr leicht gemacht worden sei. Dies müsse auch beim Strafmaß mildernd berücksichtigt werden, meinte der Richter.

Als Konsequenz des Skandals hat die Stadt mittlerweile die Arbeitsabläufe bei der Leerung der Automaten geändert und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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