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Startseite»Nachrichten»Aktie fällt leicht: Nvidias Rekordquartal lässt Anleger kalt
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Aktie fällt leicht: Nvidias Rekordquartal lässt Anleger kalt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Aktie fällt leichtNvidias Rekordquartal lässt Anleger kalt

Nvidia ist das größte börsennotierte Unternehmen der Welt. (Foto: picture alliance / CFOTO)

Hinter Nvidia liegt ein Rekordquartal, Umsatz und Gewinn übertreffen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Anleger sind von der Nachhaltigkeit des Wachstums aber dennoch nicht überzeugt: Der Kurs der Aktie sinkt.

Nvidia hat mit seiner Umsatzprognose die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der weltgrößte Anbieter von Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) stellte am Mittwoch für das dritte Quartal Erlöse von 108,0 Milliarden Dollar in Aussicht, plus oder minus zwei Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 104,2 Milliarden gerechnet. Auch der Umsatz übertraf mit 96,2 Milliarden US-Dollar die Erwartungen und lag auf Rekordhoch.

Dennoch konnte der Ausblick Sorgen der Anleger um die langfristige Dominanz des Konzerns auf dem Markt für KI-Chips nicht zerstreuen. In seiner Prognose geht Nvidia davon aus, dass keine Chips für Rechenzentren in China verkauft werden. Die Nvidia-Aktie gab im nachbörslichen Handel zunächst um 1,2 Prozent nach. Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier um 14,2 Prozent zugelegt, während sich die Kurse der Konkurrenten AMD und Intel mehr als verdoppelt haben. Im vorangegangenen Quartal hatte Nvidia Umsatz und Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Daraufhin kündigte der Konzern weitere Aktienrückkäufe und eine Anhebung der Dividende an.

Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt. Zuvor hatten Großkunden wie Microsoft und Meta signalisiert, dass die Technologiebranche in diesem Jahr mehr als 730 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben dürfte – ein beispielloser Anstieg gegenüber den 400 Milliarden Dollar im Vorjahr. Nvidia will gemeinsam mit Finanzinvestoren mehr als 500 Milliarden Dollar für den Bau weiterer Rechenzentren mobilisieren. „Rechenleistung ist das neue Öl“, betonte Stephan Kemper, Chefinvestor der Vermögensverwaltung der Bank BNP Paribas. „Nvidia etabliert diese Ressource jetzt als kreditfähige Sicherheit. Ein 500-Milliarden-Dollar-Konsortium der weltgrößten Vermögensverwalter institutionalisiert die Finanzierung der KI-Infrastruktur und schafft damit eine neue Anlageklasse für Investoren.“

Darüber hinaus verhandelt der Konzern einem Medienbericht zufolge mit dem KI-Entwickler OpenAI über eine rund 250 Milliarden Dollar schwere Bürgschaft. Die Garantie solle OpenAI die Anmietung eines riesigen Rechenzentrums ermöglichen. Die Chips von Nvidia sind für das Training von KI-Modellen optimiert. Für den täglichen Betrieb dieser Software („Inferenz“) und die Nutzung sogenannter KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen, sind jedoch klassische Zentralprozessoren (CPUs) besser geeignet. Diese feiern daher ein Comeback in Rechenzentren. AMD und Intel beherrschen diesen Markt. Gleichzeitig arbeiten Technologiekonzerne wie Amazon, Google oder OpenAI an eigenen Chips. Nvidia reagiert darauf mit der Entwicklung von CPUs. Hierzu sicherte sich der Konzern Technologien und Fachkräfte des Chip-Entwicklers Groq.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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