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Startseite»Nachrichten»Aktie legt zu: Nvidias Rekordquartal übertrifft die Erwartungen
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Aktie legt zu: Nvidias Rekordquartal übertrifft die Erwartungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Aktie legt zuNvidias Rekordquartal übertrifft die Erwartungen

Nvidia ist das größte börsennotierte Unternehmen der Welt. (Foto: picture alliance / CFOTO)

Hinter Nvidia liegt ein Rekordquartal, Umsatz und Gewinn übertreffen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Anleger schicken die Aktie zunächst trotzdem auf Talfahrt, doch nach optimistischen Umsatzprognosen dreht sie ins Plus.

Der US-Chipkonzern Nvidia hat dank der ungebrochenen Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse stiegen auf 96,22 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen mit. Experten hatten im Schnitt mit rund vier Milliarden weniger gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 2,22 Dollar pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen.

Für das laufende dritte Quartal stellte Nvidia rund 108 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, was die Schätzungen von 104,19 Milliarden Dollar ebenfalls übertraf. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent zu, nachdem sie zunächst leicht auf Talfahrt gegangen war. Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt.

Nvidia kündigte zudem den Ausbau seiner Partnerschaft mit der Cloud-Sparte von Amazon an. Die beiden Unternehmen wollen in den Jahren 2027 und 2028 zwei Millionen zusätzliche Grafikprozessoren in der weltweiten Infrastruktur von Amazon Web Services einsetzen, sagte Nvidia-Finanzchefin Colette Kress.

Für das Geschäftsjahr 2028 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von etwa 70 Prozent, wie Finanzvorständin Colette Kress in einer Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten sagte. Bei der bereinigten Bruttomarge erwartet Nvidia für das dritte Quartal 74 Prozent. Analysten hatten hier auf etwas mehr gehofft. In seinem Ausblick geht Nvidia davon aus, dass es keine Verkäufe von Rechenzentrums-Chips nach China geben wird. Das Geschäft in der Volksrepublik ist wegen US-Exportbeschränkungen mit großer Unsicherheit behaftet. Zugleich sieht sich der Marktführer wachsender Konkurrenz ausgesetzt. Tech-Firmen wie Microsoft und Meta investieren in diesem Jahr zwar voraussichtlich mehr als 730 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Ein zunehmender Teil dieser Ausgaben fließt jedoch in die Entwicklung eigener Chips, um die Abhängigkeit von den teuren Nvidia-Prozessoren zu verringern. Auch Rivalen wie Intel und AMD drängen verstärkt auf den Markt.

„Rechenleistung ist das neue Öl“

Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt. Zuvor hatten Großkunden wie Microsoft und Meta signalisiert, dass die Technologiebranche in diesem Jahr mehr als 730 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben dürfte – ein beispielloser Anstieg gegenüber den 400 Milliarden Dollar im Vorjahr. Nvidia will gemeinsam mit Finanzinvestoren mehr als 500 Milliarden Dollar für den Bau weiterer Rechenzentren mobilisieren. „Rechenleistung ist das neue Öl“, betonte Stephan Kemper, Chefinvestor der Vermögensverwaltung der Bank BNP Paribas. „Nvidia etabliert diese Ressource jetzt als kreditfähige Sicherheit. Ein 500-Milliarden-Dollar-Konsortium der weltgrößten Vermögensverwalter institutionalisiert die Finanzierung der KI-Infrastruktur und schafft damit eine neue Anlageklasse für Investoren.“

Darüber hinaus verhandelt der Konzern einem Medienbericht zufolge mit dem KI-Entwickler OpenAI über eine rund 250 Milliarden Dollar schwere Bürgschaft. Die Garantie solle OpenAI die Anmietung eines riesigen Rechenzentrums ermöglichen. Die Chips von Nvidia sind für das Training von KI-Modellen optimiert. Für den täglichen Betrieb dieser Software („Inferenz“) und die Nutzung sogenannter KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen, sind jedoch klassische Zentralprozessoren (CPUs) besser geeignet. Diese feiern daher ein Comeback in Rechenzentren. AMD und Intel beherrschen diesen Markt. Gleichzeitig arbeiten Technologiekonzerne wie Amazon, Google oder OpenAI an eigenen Chips. Nvidia reagiert darauf mit der Entwicklung von CPUs. Hierzu sicherte sich der Konzern Technologien und Fachkräfte des Chip-Entwicklers Groq.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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