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Startseite»Nachrichten»Alarm in Pogacars Team: „Werden die nächsten beiden Tage schon überleben“
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Alarm in Pogacars Team: „Werden die nächsten beiden Tage schon überleben“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Alarm in Pogacars Team

„Werden die nächsten beiden Tage schon überleben“

23.07.2026 | 19:35 Uhr

Tadej Pogacar ist dem Rest der Radsportwelt meilenweit enteilt. Auch bei der Tour de France ist der Dominator klar auf Kurs Gesamtsieg. Doch ausgerechnet vor den schlimmsten Alpentagen ist passiert, was nicht hätte passieren dürfen.

Beim lockeren Ausradeln im Zielbereich ließ sich Tadej Pogacar nichts anmerken. Freundlich lächelnd fiel er dem ecuadorianischen Kletterkünstler Richard Carapaz um den Hals und gratulierte fair zum Etappensieg. Doch vor dem doppelten Alpe-d’Huez-Spektakel in den kommenden beiden Tagen scheint der sicher geglaubte Sieg bei der Tour de France plötzlich am seidenen Faden zu hängen.

Pogacar verteidigte an der Wintersportstation Orcières-Merlette zwar souverän das Gelbe Trikot, doch eine grassierende Krankheitswelle im eigenen Team könnte ihm auf dem Weg zu Titel Nummer fünf zum Verhängnis werden.

„Am Ende muss du im Rennen deinem Instinkt folgen. Aber ich glaube daran, dass alles gut werden wird“, sagte Pogacar bei der Pressekonferenz nach Etappenende: „Wir werden die nächsten beiden Tage schon überleben.“

Sein starker deutscher Helfer Nils Politt zeigte sich in der ARD kämpferisch wie der Kapitän: „Wir werden alles auf der Straße geben, um noch eine Etappe zu gewinnen und das Gelbe Trikot nach Paris zu bringen.“ Sportdirektor Jotxean Fernández bestätigte: „Ja, wir leiden.“ Aber: „Jedes Problem hat eine Lösung, Wir gehen weiter voran.“

Schlechtester Zeitpunkt für Schwäche

Pogacar winkte auf dem Siegerpodest in Orcières-Merlette freundlich in die Runde. Die Favoritengruppe um den Slowenen und Red-Bull-Kapitän Remco Evenepoel (Belgien) war zwei Tage nach dem bitteren Sturz-Aus von Florian Lipowitz geschlossen mit 4:35 Minuten Rückstand ins Ziel gekommen. Pogacar führt damit in der Gesamtwertung weiter mit 4:32 Minuten vor Evenepoel, sein Teamkollege Isaac del Toro (Mexiko/+6:51) ist Dritter – soweit sieht das hervorragend für UAE aus. Noch.

Denn ausgerechnet an den drei schwersten Tour-Tagen mit der Doppel-Bergankunft im mythischen Alpe d’Huez am Freitag und Samstag hat Pogacars Team sichtlich zu kämpfen – schon am Mittwoch hatte sich Adam Yates magenkrank ins Ziel geschleppt. Das Team hielt sich weitgehend bedeckt, was Raum für Spekulation ließ. 

Auffällig jedenfalls: Pogacar trug erstmals seit vier Jahren eine schwarze statt gelbe Rennhose zum Gelben Trikot, was das Geraune am Rande des Pelotons verstärkte. Sollte sich Pogacar ebenfalls ein Magen-Darm- oder sonstiges Problem einfangen, wäre das angesichts der kommenden ultraschweren Etappen fatal – und Toursieg Nummer fünf höchst gefährdet. Doch davon soll noch keine Rede sein. 

„Besonderer Tag“ für Carapaz

Jedenfalls ließen sich Tim Wellens, sein Landsmann Florian Vermeersch sowie der US-Amerikaner Brandon McNulty sofort ins Gruppetto zurückfallen – der bergstarke McNulty konnte schließlich auch dessen Tempo nicht halten und gab auf, Wellens rettete sich knapp vor dem Besenwagen ins Ziel. Yates allerdings zeigte sich gut erholt und fuhr lange an der Seite von Pogacar. UAE und Evenepoels Red-Bull-Mannschaft hielten im Rennverlauf den Vorsprung einer Fluchtgruppe lediglich in Grenzen, statt diese zu jagen.

Am viertletzten Renntag setzte sich deshalb Tokio-Olympiasieger Carapaz bei der Bergankunft nach 185,2 km nach einem fulminanten Antritt im Solo durch. „Es war ein ganz besonderer Tag, für mich ist es etwas ganz Besonderes, hier zu gewinnen“, sagte Carapaz mit glücklicher Miene: „Ein wunderschöner Moment.“

Die „Lokomotive von Carchi“, die sich vier Kilometer vor dem Ziel gelöst hatte, bescherte dem EF-Team um den deutschen Profi Georg Steinhauser und den sportlichen Leiter Andreas Klier nach vielen vergeblichen Versuchen den ersten Etappensieg. Für Carapaz war es der zweite Tour-Etappensieg seiner Karriere.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid

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