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Startseite»Politik»Anschlag auf CSD: Bekennervideo auf Handy des mutmaßlichen Attentäters gefunden
Politik

Anschlag auf CSD: Bekennervideo auf Handy des mutmaßlichen Attentäters gefunden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Eilmeldung

Stand: 28.07.2026 • 13:35 Uhr

Drei Tage nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin haben Ermittler auf dem Handy des Tatverdächtigen Abdul B. ein Video mit klarem Bekenntnis zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ entdeckt. Ob das Video den 21-Jährigen selbst zeigt, ist allerdings unklar.

Im Rahmen der Ermittlungen nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wurde auf den Handy des mutmaßlichen Attentäters Abdul B. ein Video mit klarem Bezug zum „Islamischen Staat“ entdeckt. Wie der rbb unter Berufung auf die Bundesstaatsanwaltschaft berichtete, zeigt der Clip eine vollständig vermummte Person, die einen Treueeid auf die Terrormiliz leistet. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass es sich vermutlich um Abdul B. selbst handelt.

Abdul B. soll am Samstagabend mit einem Transporter nahe des Festivalgeländes des CSD in eine Menschenmenge gefahren sein. Anschließend soll er ersten Ermittlungen zufolge mit einer Hieb- oder Stichwaffe mehrere Menschen angegriffen haben. Eine Frau starb, 29 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der 21-Jährige konnte im Anschluss fliehen. Einen Tag nach dem Anschlag wurde Abdul B. während eines Polizeieinsatzes in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau erschossen.

21-Jähriger wurde als „Hochrisikoperson“ bewertet

Der 21-Jährige wurde in Deutschland als Sohn libanesischer Eltern geboren und besaß die deutsche Staatsbürgerschaft. Er war den Behörden bereits seit Längerem bekannt. Im Mai war er wegen versuchten Anschlusses an die Terrormiliz IS zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Unter Berücksichtigung der verbüßten Untersuchungshaft wurde er auf sogenannte Vorbewährung entlassen.

Nur wenige Wochen vor dem Attentat wurde Abdul B. Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) zufolge von einem Analysetool des Bundeskriminalamtes als „Hochrisikoperson“ bewertet. Bis zuletzt gab es Überwachungsmaßnahmen gegen den Islamisten.

Weitere Informationen in Kürze.

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