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Startseite»Nachrichten»Antrag eingereicht: OpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse
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Antrag eingereicht: OpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Antrag eingereichtOpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse

Das Unternehmen hat zuletzt Ende Mai in einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar gesichert. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Nach Elon Musks SpaceX macht auch der OpenAI-Konkurrent Anthropic den Schritt zur Aktienplatzierung. Zum Inhalt äußert sich das Unternehmen nicht. Mit dem Börsengang wird noch in diesem Jahr gerechnet. 

Das KI-Unternehmen Anthropic hat einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang in den USA eingereicht. Dies teilte der Entwickler des Chatbots „Claude“ mit. Einzelheiten zum Volumen oder den Bedingungen der Erstnotierung wurden zunächst nicht bekannt. Der Schritt gilt an der Wall Street als Meilenstein für den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI).

Ende Mai hatte sich Anthropic in einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar gesichert. Diese Runde bewertete das Startup aus den USA mit 965 Milliarden Dollar, mehr als den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Im Februar war Anthropic bei einer Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Dollar noch mit 380 Milliarden Dollar bewertet worden.

Der Schritt von Anthropic folgt auf den geplanten Mega-Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. SpaceX strebt dabei ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an. Auch der Konkurrent OpenAI bereitet sich auf ein Börsendebüt vor.

Er will in den kommenden Wochen ebenfalls einen vertraulichen Antrag für einen US-Börsengang stellen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters Ende Mai sagte. Dabei reicht ein Unternehmen die erforderlichen Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC ein, veröffentlicht diese aber erst kurz vor dem Debüt.

Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und wird unter anderem von den Technologiekonzernen Google und Amazon unterstützt. Zudem wollen Microsoft und Nvidia bis zu 15 Milliarden Dollar in das Unternehmen investieren.

Das Unternehmen steht derzeit in einem Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um die uneingeschränkte militärische Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic dem Pentagon verweigert hat. Der Konzern erklärte, er wolle KI nicht zur „Massenüberwachung im Inland“ oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als „Sicherheitsrisiko in der Lieferkette“ ein, wogegen das Unternehmen sich juristisch wehrt.

Quelle: ntv.de, jki/rts/AFP

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