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„Aus islamistischer Szene“: Auf der Flucht: Das ist über den Verdächtigen des CSD-Anschlags bekannt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Aus islamistischer Szene“Auf der Flucht: Das ist über den Verdächtigen des CSD-Anschlags bekannt

Die Polizei sichert Spuren am demolierten Tatfahrzeug im Tiergarten. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Der CSD in Berlin wird von einer Todesfahrt durch den Tiergarten überschattet. Mindestens ein Mensch stirbt, über ein Dutzend weitere werden verletzt. Jetzt weiß die Polizei, wer den Wagen gefahren hat.

Die Polizei in Berlin hat nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days (CSD) nach eigenen Angaben einen Verdächtigen identifiziert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte ein Polizeisprecher.

Nach dem 21-Jährigen soll in Kürze auch öffentlich mit einem Foto gefahndet werden. Er hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. 

Noch ist unklar, ob der Verdächtige wirklich das Fahrzeug steuerte und wem der weiße Kastenwagen gehört. Es handele sich um ein Privatfahrzeug, nicht um einen Mietwagen, erklärte ein Polizeisprecher. Die „Welt“ berichtete, dass Spezialkräfte gegen 1.10 Uhr versucht hätten, den Verdächtigen in seiner Wohnung festzunehmen. Dort wurde er demnach jedoch nicht angetroffen. Die Polizei berichtete von einer Durchsuchung zu dieser Zeit in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg. In den Stunden nach der Attacke gab es mehrere Polizeieinsätze in Berlin, die im Zusammenhang mit der Tat standen. 

Das Tatfahrzeug fuhr laut Polizei kurz vor 22 Uhr am Samstagabend im Bereich des Tiergartens nahe dem Potsdamer Platz Menschen an. Mindestens eine Frau starb. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen.

Der Täter war mit dem Transporter laut Polizei am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße unterwegs gewesen. Dort habe er mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor das Fahrzeug einen Baum rammte. Der Fahrer sei dann ausgestiegen und in unbekannte Richtung geflüchtet.

Was dann geschah, war bis zum Morgen nicht ganz klar. „Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte ein Polizeisprecher. Nach Zeugenangaben sollen einige Menschen durch Stiche verletzt worden sein, manche wollen einen schwarz gekleideten Mann mit einer Machete gesehen haben. Für Angehörige wurde eine Auskunftsstelle unter der Nummer 030/84854460 eingerichtet. 

Das Gebiet rund um den Tatort wurde großräumig abgesperrt, der Tiergarten mit Wärmebildkameras abgesucht. Die Polizei ging zuletzt nicht davon aus, dass sich der Täter noch in dem Bereich aufhält, sondern anderswo in Berlin ist. 

Verletzte sind in Kliniken

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sind von den 16 Verletzten drei lebensbedrohlich und acht schwer verletzt. Zudem gibt es fünf leicht verletzte Menschen, wie er sagte. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.

Ferner werden nach Angaben des Sprechers 30 Menschen von den Helfern der Feuerwehr betreut. Sie stünden unter dem Eindruck des Geschehens. Es gebe vor Ort eine psychologische Notfallversorgung. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit 150 Helfern vor Ort.

Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte eine „abscheuliche Tat“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“.

Hunderttausende Menschen hatten unter dem Motto „Haltung ist hot“ am Christopher Street Day der Schwulen- und Lesbenbewegung in Berlin teilgenommen.

Quelle: ntv.de, mpa/chl/dpa/AFP

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