BVB legt kuriosen Abgang hin
„Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen“
Die Champions League steht für Glamour, es werden Hunderte Millionen Euro bewegt. Doch nach dem geschmack von Borussia Dortmund hapert es im Olympiastadion von Baku arg am Glanz. Zumindest bei den sanitären Anlagen.
Borussia Dortmund darf die Dienstreise nach Baku als Erfolg werten: Gegen Sabah FK gewinnt der BVB nach zuvor drei sieglosen Spielen endlich mal wieder (2:1) und holt drei ganz wichtige Punkte. Doch allzu lange wollte man den Erfolg nicht feiern, zumindest nicht vor Ort: Der Tross des Bundesligisten verließ das Olympiastadion in der Hauptstadt Aserbaidschans ungeduscht. Trainer Niko Kovac verriet auf der Pressekonferenz den Grund: „Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen.“
Statt in den Katakomben der gewaltigen Arena zu duschen, hatten die Verantwortlichen schon von Anfang an andere Pläne für die Profis: „Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deswegen gucken wir, dass die Spieler schneller hinkommen“, sagte Sportboss Ole Book bei Sky. Wie die Zustände seien, könne sich „jeder selbst ausmalen.“
Und Kovac verriet, dass „wir auch gestern nach dem Training hier nicht geduscht haben.“ Während der Trainer noch auf dem Podium saß, waren seine Spieler schon größtenteils in Spielklamotten in den bereitstehenden Bus geschlappt. Näher wollte sich niemand zu den Umständen äußern, die die deutsche Reisegruppe zum kuriosen Abgang getrieben hat.
Der deutsche Sabah-Profi Joy-Lance Mickels konnte die Vorbehalte gegen das erst 2015 eröffnete Stadion nicht nachvollziehen: „Die Duschen sind eigentlich normal“, sagte der Angreifer, „ich weiß nicht, was das Problem war.“
Verwendete Quellen: ntv.de, ter
