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„… dann wäre Schalke Meister“: FCK-Profi tritt nach

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 22, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„… dann wäre Schalke Meister“

FCK-Profi tritt nach – und bohrt in ganz alter Wunde

Waldhof Mannheim und der 1. FC Kaiserslautern liefern sich eine Pokalschlacht, das Spiel steht kurz vor dem Abbruch. Nach dem Duell geht es dann plötzlich um eine Szene, die 25 Jahre zurückliegt.

Das Südwest-Pokalduell zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern wird ein Nachspiel haben, soviel ist sicher: Das Spiel, das Zweitligist Kaiserslautern in der letzten Minute der Verlängerung 1:0 gewann, stand nach einem Handgemenge unter den Profis und anschließend ausbrechender Krawalle mit Pyrohagel und dem Einsatz berittener Polizisten kurz vor dem Abbruch. Wer welchen Anteil an der Eskalation trägt, wird die Sportgerichtsbarkeit des DFB im Nachgang ermitteln.

Einzelne Beteiligte waren in ihrer Analyse allerdings schneller – und es kam noch in den Katakomben des Waldhof-Stadions zu einem kuriosen Nachtreten.

„Hätte er den Ball weggeschlagen …“

„Kurz vor Ende der Partie hat sich der (FCK-Profi Marlon) Ritter da bei jeder Ecke so viel Zeit gelassen und das wirklich provoziert. Das muss man einfach so sagen“, sagte Waldhofs Sportdirektor Mathias Schober: „Was dann so noch abgegangen ist, gerade von der Seite, wie hier provoziert wurde von der Nummer 7 (Rückennummer Ritters; Anm. d. Red.), da muss man sagen: Das gehört sich auch nicht.“

Ritter schoss später am Sky-Mikrofon zurück:  „Wenn wir verloren hätten, dann hätte ich auch was zu bemängeln“, sagte der FCK-Kapitän und legte nach, dass auch „von der Waldhof-Bank die ein oder anderen Sprüche kamen“. Nachdem der Sky-Reporter den ehemaligen Schalker Ritter auf die Schalker Vergangenheit von Schober hingewiesen hatte, wollte sich der Profi einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Hätte er den Ball damals weggeschlagen, wäre Schalke Meister geworden“.

Worauf Ritter anspielte, liegt mehr als 25 Jahre zurück: Der heutige Waldhof-Funktionär Schober hatte als Torwart des Hamburger SV in den letzten Sekunden der Saison 2000/2001 einen Ball, den sein Verteidiger Tomas Ujfalusi zu ihm zurück gespitzelt hatte, unter sich begraben. Schiedsrichter Dr. Markus Merk entschied daraufhin auf Rückpass – und Bayerns Patrik Andersson versenkte den fälligen indirekten Freistoß zum 1:1.

Der FC Bayern bejubelte durch den Treffer die tief in der Nachspielzeit kaum mehr für möglich gehaltene Meisterschaft, der FC Schalke, der sich schon für ein paar süße Augenblicke als Meister gefühlt hatte, stürzte ins Tal der Tränen. Näher kam man der ersten Meisterschaft seit 1958 nie wieder. Es ist ein Trauma.

Der bekennende Schalke-Fan Ritter, der damals erst sechs Jahre alt war, hat Schober seine schicksalhafte Aktion nicht vergessen. Besonders pikant: Der Torwart war damals nur vom FC Schalke an den HSV ausgeliehen, insgesamt spielte Schober zehn Jahre für die Königsblauen.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter

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