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Startseite»Nachrichten»Die meisten sind „sehr gut“: Apfelessig im Öko-Test: Pestizidrückstände in zwei konventionellen Marken
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Die meisten sind „sehr gut“: Apfelessig im Öko-Test: Pestizidrückstände in zwei konventionellen Marken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Die meisten sind „sehr gut“Apfelessig im Öko-Test: Pestizidrückstände in zwei konventionellen Marken

Zum Wohl. (Foto: imago images/imagebroker)

Apfelessig soll ja der Gesundheit zuträglich sein und kann im Dressing auch in der Küche verwendet werden. Noch dazu gilt er als Schönheitsmittel. Aber alle Versprechen helfen nichts, wenn in den Produkten problematische Inhaltsstoffe stecken. Das ist aber kaum der Fall.

Apfelessig soll bei Verdauungsbeschwerden helfen, genau wie bei Asthma, Warzen, Wetterfühligkeit, Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen oder Hämorrhoiden. Auch soll er gegen Diabetes und bei zu hohem Cholesterinspiegel wirken. Derlei Wirkversprechen lassen viele Verbraucher zugreifen. Ungeachtet der großen Fangemeinde gibt es zwar keine wissenschaftlichen Nachweise über eine gesundheitsfördernde Wirkung von Apfelessig. Kleinere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass er Blutzuckerspitzen verhindern kann, was wiederum Heißhungerattacken vorbeugen könnte.

Schaden kann er laut der Wissenschaft auch nicht. Zumindest, solange er nicht maßlos genossen wird. Abgesehen davon helfen aber alle gesundheitlichen Versprechen nichts, wenn im Apfelessig problematische Inhaltsstoffe stecken. Was aber laut einer Untersuchung von Öko-Test von 23 naturtrüben Apfelessigen kaum der Fall ist. 21 davon tragen eine Bio-Zertifizierung. Zur besseren Vergleichbarkeit auf dieses Maß umgerechnet, bezahlten die Tester zwischen 1,19 und 6,74 Euro je 750 Milliliter.

Keine akute Gesundheitsgefahr bei belasteten Produkten

Spezialisierte Labore untersuchten die Produkte auf eine Reihe von Pestiziden, Ethanol und Methanol sowie auf Gärungsbegleitstoffe. Der Restalkoholgehalt wurde ebenfalls bewertet: ohne Auffälligkeiten. Auch hinsichtlich des pH-Wertes und der Gesamtsäure blieben die Analysen ohne kritische Befunde. Alle Produkte hielten den angegebenen Säuregehalt von fünf Prozent ein. In den Kunststoffteilen aller Flaschen wurden zudem PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen untersucht; fündig wurde das Labor nur in Deckeldichtungen.

Ergebnis: Bis auf einen Essig wurden alle Produkte „gut“ oder „sehr gut“ bewertet. Im „Feldmann Apfelessig naturtrüb“ („gut“) und im „K-Classic Naturtrüber Apfelessig“ („befriedigend“) wies das Labor Spuren eines Captan-Metaboliten nach. Captan ist ein Fungizid, das vor allem im Obstanbau verwendet wird. Auch wenn von den gefundenen Mengen keine akute Gesundheitsgefahr ausgeht, gilt der Stoff als vermutlich krebserregend und kann den Menschen schaden, die beim Apfelanbau damit in Kontakt kommen. Öko-Test bewertet Captan entsprechend als besonders bedenkliches Pestizid ab. Im K-Classic-Produkt wies das Labor zudem einen weiteren Pestizidrückstand nach. Die Tester sehen Mehrfachbelastungen von Pestiziden kritisch, da Wechselwirkungen einzelner Stoffe untereinander noch nicht ausreichend erforscht sind.

Abgesehen davon wurden unter anderem die günstigsten Essige „Dennree Bio-Apfelessig naturtrüb“ (1,59 Euro) und „Naturgut Bio Apfel essig naturtrüb, Naturland“ (1,75 Euro) mit „sehr gut“ bewertet.

Quelle: ntv.de, awi

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Dr. Heinrich Krämer
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