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Ermittlungen gegen SPD-Kandidat: Krach: Mutmaßliche Bestechlichkeitsvorwürfe „absolut haltlos“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ermittlungen gegen SPD-KandidatKrach: Mutmaßliche Bestechlichkeitsvorwürfe „absolut haltlos“

Steffen Krach bei einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin. (Foto: picture alliance / Ipon)

SPD-Mann Steffen Krach will Berlins neuer Regierender Bürgermeister werden. In den Umfragen sieht es für die Sozialdemokraten nicht gut aus – und jetzt bekommt Krach noch ganze andere Probleme: Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen ihn. Der Politiker gibt sich „ganz entspannt“.

Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Hannover als „absolut haltlos“ bezeichnet. „Ich habe nichts zu verbergen“, sagte er dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. Er wolle mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. „Ich will da absolute Transparenz und ich bin da ganz entspannt.“

Von den Ermittlungen habe er am Morgen erfahren, er kenne aber keine Details. „Was die Staatsanwaltschaft wissen möchte, werde ich ihnen sagen – dann müssen die mir aber auch sagen: Was sind die Vorwürfe? Was steht im Raum?“, sagte er dem Sender.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte zuvor darüber informiert, dass sie Ermittlungen gegen Krach aufgenommen habe, mehrere Objekte seien durchsucht worden. Die Ermittlungen stehen Medienberichten zufolge in Zusammenhang mit Krachs bisheriger Tätigkeit als Regionspräsident in Hannover.

Der 47-Jährige war 2021 zum Präsidenten der Region Hannover gewählt worden, ist aber seit geraumer Zeit beurlaubt. Denn im Sommer vergangenen Jahres folgte er dem Ruf der Berliner SPD, um die Spitzenkandidatur für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September zu übernehmen. Inzwischen wurde Krach auch zum SPD-Chef in Berlin gewählt, er bildet mit der Abgeordneten Bettina König eine Doppelspitze.

Vorwurf der Bestechlichkeit?

Laut Berichten der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und des „Tagesspiegels“ stehen die Ermittlungen in Zusammenhang mit dem ehemaligen Krankenhaus Lehrte als Teil des kommunalen Klinikums Region Hannover. Es gehe um den Vorwurf der Bestechlichkeit. An dem Standort wurde im Juli ein Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) eröffnet, der Klinik-Betrieb eingestellt und an einen anderen Standort verlagert. Krach hatte sich in seiner Zeit als Regionspräsident für den Umbau eingesetzt. Er war bis zu seiner Kandidatur für die Berliner SPD Aufsichtsratsvorsitzender des Regionsklinikums.

Der „Tagesspiegel“ meldete, in Berlin seien die Schöneberger Wohnung und die SPD-Landesparteizentrale in Wedding durchsucht worden. Die Region Hannover bestätigte auf dpa-Anfrage, dass Büroräume Krachs in Hannover durchsucht wurden.

Von der politischen Konkurrenz äußerte sich zunächst nur CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers. „Die Fragen zu dieser Entwicklung muss Steffen Krach beantworten. Ich habe volles Vertrauen in unsere Sicherheitsbehörden.“ Evers selbst weiß nur zu gut, welche Überraschungen ein Wahlkampf mit sich bringen kann. Der Finanzsenator sprang erst Mitte Juli als CDU-Spitzenkandidat ein, nachdem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner wegen falscher Angaben über seine Abläufe bei einem großen Stromausfall im Januar einen Rückzieher gemacht hatte.

Krach ist nicht der erste Spitzenkandidat, der während eines Wahlkampfs ins Visier der Justiz gerät. So ermittelte im Sommer 2024 wenige Wochen vor der Landtagswahl in Brandenburg die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen den damaligen CDU-Spitzenkandidaten Jan Redmann wegen dessen Alkoholfahrt mit einem E-Scooter. Er musste unter anderem eine Geldstrafe von 8000 Euro zahlen.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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