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Escortdame soll berüchtigten russischen Offizier getötet haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ukrainer übergab U-Boot kampflosEscortdame soll berüchtigten russischen Überläufer-Offizier getötet haben

Dieses Bild von Margarita Reutt teilte das „Leninski-Bezirksgericht“ nach ihrer Festnahme. (Foto: VK / „Leninski-Bezirksgericht“ Sewastopol)

Auf der Krim kommt ein russischer Offizier ums Leben, der die Ukraine laut Angaben aus Kiew im Jahr 2014 „verraten“ hat. In Verdacht steht eine Frau, die bereits mit ihrer Abneigung gegenüber der russischen Invasion in der Ukraine öffentlich aufgefallen sein soll.

Das von den russischen Invasoren eingerichtete „Bezirksgericht Leninski“ der Stadt Sewastopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat gegen eine 32-jährige russische Staatsbürgerin zwei Monate Untersuchungshaft angeordnet. Sie soll am vergangenen Donnerstag mit einem selbst gebauten Sprengsatz einen russischen „Soldaten“ getötet haben.

Vom Gericht wird die Frau lediglich mit dem Namen „R.“ bezeichnet. Laut Medienberichten handelt es sich um die in Sotschi lebende Margarita Reutt. Der Getötete soll Robert Schagejew sein – ein früherer ukrainischer Marineoffizier, der zur russischen Seite überlief. In Kiew wurde wegen Hochverrats gegen den 49-Jährigen ermittelt. Seinetwegen soll die Ukraine einst ihr einziges U-Boot verloren haben.

Wie der „Telegraph“ und mehrere russische Medien berichten, arbeitete Reutt als Biologin in einem Labor, das Vaginalzäpfchen herstellte. Zudem soll sie auch auf Escort-Webseiten aufgetaucht sein und sich einst in der Tourismusbranche versucht haben.

Die Behörden nahmen die Verdächtige am Tag nach der Tat fest und beschuldigten sie eines „terroristischen Anschlags“. Berichten zufolge platzierte sie den Sprengsatz an der Stoletowski-Allee in einem Mülleimer neben einer Bank. Dort sei der Offizier mit einem Freund entlanggegangen. Laut russischen Behörden erlag er noch am Tatort seinen Verletzungen.

Reutt soll die Tat mithilfe „anderer Personen“ durchgeführt haben. Der von Moskau eingesetzte Statthalter Michail Raswoschajew schrieb auf Telegram, den Auftrag hätten ukrainische Geheimdienste erteilt.

„Geschieht Euch recht, Russen“

Laut einer Mitteilung des Stadtgerichts Gorjatschi Kljutsch in der russischen Region Krasnodar wurde „M. Reutt“ bereits im Juli 2025 zu einer Geldstrafe von etwa 300 Euro und zwei Tagen Verwahrungshaft verurteilt, weil sie sich „gegen das Volk der Russischen Föderation und die russische Armee“ geäußert habe. Dem Kanal Mash zufolge sagte die in einem Zug sitzende Reutt bei einem Angriff auf den Bahnhof von Gorjatschi Kljutsch: „Geschieht Euch recht, Russen.“

Das Stadtgericht teilte mit, sie habe sich zudem geweigert, zur Polizeidienststelle mitzukommen. Dabei habe sie einen Beamten weggestoßen und versucht, sich aus dessen Händen loszureißen.

Nach dem Anschlag auf den russischen Offizier soll Reutt Mash zufolge gefragt worden sein, ob sie den Tod des Offiziers bereue. Darauf habe sie mit „Nein“ geantwortet. Sie sei für die Tat in Kryptowährung bezahlt worden sein und habe mit einem Flugzeug aus Sotschi ins Ausland fliehen wollen, hieß es weiter.

Offizier übergab Russen die „Saporischschja“

Der getötete Offizier Robert Schagejew stand einst im Dienst der Ukraine. Die dortigen Behörden werfen ihm vor, den russischen Besatzern 2014 als Kommandant das einzige ukrainische U-Boot mit dem Namen „Saporischschja“ kampflos übergeben zu haben. „Unter Verletzung seines geleisteten Eides schwor er den russischen Streitkräften die Treue und setzte seinen Dienst in der russischen Schwarzmeerflotte fort“, teilte das staatliche ukrainische Ermittlungsamt (SBI) einst mit.

Bildnummer-57567288-Datum-20-03-2012-Copyright-imago-ITAR-TASS-ITAR-TASS-CRIMEA-UKRAINE-MARCH-20-2012-Ukrainian-Navys-only-submarine-Zaporizhzhia-being-prepared-for-sea-trials-aftes-a-prolonged-repair
Das ehemalige ukrainische U-Boot „Saporischschja“ im Jahr 2012. (Foto: imago stock&people)

Das SBI ermittelt auch wegen Hochverrats gegen den Kapitän der russischen Fregatte „Admiral Makarow“ und den Kommandanten des Raketenbootes „Wyschni Wolotschok“.

Quelle: ntv.de, rog

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