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Startseite»Nachrichten»Ex-Mossad-Chef: Israelische Agenten spionierten iranische Atomanlage aus
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Ex-Mossad-Chef: Israelische Agenten spionierten iranische Atomanlage aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Israelische Spione in FordoEx-Mossad-Chef: Haben iranische Atomanlage ausgekundschaftet

Die geheime Atomanlage Fordo wurde von isdraelischen Agenten „viele Male in Augenschein genommen“ so der ehemalige Mossad-Chef Yossi Cohen (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Iran besitzt streng geheime, unterirdische Atomanlagen. Doch Israel war die Anlage Fordo offenbar bekannt. Laut dem ehemaligen Chef des Mossad nahmen israelische Spione die Anlage „viele Male in Augenschein“.

Israelische Spione haben dem früheren Mossad-Chef Yossi Cohen zufolge bereits mehrfach die iranische Atomanlage in Fordo aufgesucht. „Wir haben Fordo viele Male in Augenschein genommen, um den Komplex besser zu durchblicken“, sagte Cohen israelischen Medien zufolge. Genauere Angaben zu den Begutachtungen machte er nicht. Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021.

Den Medienberichten zufolge sagte Cohen weiter, die Bombardierung der Anlage sei „die Erfüllung all meiner Träume“ gewesen. Die US-Armee hatte den Komplex nach Angaben von US-Präsident Donald Trump im Juni 2025 attackiert und dabei „vollständig zerstört“. Der wirkliche Umfang der Schäden blieb damals aber unklar.

Tunnelsysteme bis tief in den Berg

In Fordo rund 150 Kilometer südlich der iranischen Hauptstadt Teheran wurde Uran in Zentrifugen angereichert. Der Komplex liegt, wie andere Atomanlagen des Irans, tief unter der Erde. Die Tunnelsysteme reichen bis zu 90 Meter in den Gebirgszug hinein.

Während der Iran beteuert, sein Atomprogramm ausschließlich zur zivilen Nutzung zu betreiben, werfen ihm westliche Staaten seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Das iranische Regime hatte die Atomanlage vor mehr als zwanzig Jahren unter Geheimhaltung gebaut. Die Vorwürfe waren ein Grund für den Iran-Krieg, der Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begann.

Während Cohens Amtszeit als Mossad-Chef war 2020 im Iran der Atomwissenschaftler Mohsen Fachrisadeh getötet worden. 2024 wurden drei Männer wegen des Mordes an ihm zum Tode verurteilt. Der iranischen Justiz zufolge handelten sie im Auftrag Israels.

Cohen ist nach dem Ende seiner Amtszeit immer wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Er hat mehrfach angedeutet, in die Politik gehen zu wollen – dazu ist es bislang aber nicht gekommen.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP

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