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Politik

Fall Widdecombe: Möglicherweise auch Anschlag auf Farage geplant

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 03.10.2026 • 11:11 Uhr

Im Juli wurde ein 28-Jähriger im Fall der getöteten Brexit-Politikerin Widdecombe wegen Mordes angeklagt. Die Ermittler stellen nun eine Verbindung zu weiteren Anschlagspläne her – unter anderem gegen Rechtspopulist Farage.

Der Angeklagte im Mordfall der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe soll nun auch wegen eines Terrorplans gegen den Rechtspopulisten Nigel Farage strafrechtlich verfolgt werden. Dem 28 Jahre alten Briten Joshua K. wird die Vorbereitung terroristischer Anschläge, unter anderem gegen den Vorsitzenden der Partei Reform UK, vorgeworfen, wie die britische Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Anklage bezieht sich demnach auf Handlungen, die zwischen dem 31. Mai 2024 und dem 8. Juli 2026 stattgefunden haben. Laut dem für Terrorismusbekämpfung zuständigen leitenden Staatsanwalt, Frank Ferguson, liegen „ausreichende Beweise“ gegen den 28-Jährigen vor.

Polizeivertreterin Vicki Evans sprach von „äußerst intensiven und komplexen Ermittlungen“. Die nun bekanntgegebene Anklage sei „das Ergebnis der unermüdlichen Arbeit der Ermittler im gesamten Netzwerk der Terrorismusbekämpfung.“ K. soll demnach am 7. Oktober vor einem Londoner Amtsgericht erscheinen.

Opfer war in selber Partei wie Farage

Die mutmaßliche Ermordung von Widdecombe hatte in Großbritannien enormes Aufsehen erregt. Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und Brexit-Befürworterin war Anfang Juli in ihrem Haus im Dartmoor in der englischen Grafschaft Devon tot aufgefunden worden. Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf – 21 Hammerschläge wurden dokumentiert. Daraufhin wurde eine Mordermittlung eingeleitet.

Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für Farages Brexit-Partei als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK. Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist bis heute umstritten. Erst kürzlich hatte Premier Andy Burnham eine mögliche Rückkehr seines Landes in die Union ins Spiel gebracht.

Innenministerin will Amtsträger besser schützen

Die britische Innenministerin Shabana Mahmood sprach dem Abgeordneten Farage ihr „tiefes Mitgefühl“ aus. Zugleich zeigte sie sich auf der Plattform X besorgt über die Sicherheit von Politikern. „Eines muss klar sein: Ein Angriff auf einen Politiker ist ein Angriff auf uns alle“, schrieb sie. Die Ministerin kündigte an, nach der Sitzungspause des Parlaments über Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes derjenigen berichten zu wollen, die sich für ein öffentliches Amt entschieden hätten.

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