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Startseite»Nachrichten»Fast 7,2 Millionen Jobs: Deutsche Wirtschaft sehr abhängig von Export in EU-Länder
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Fast 7,2 Millionen Jobs: Deutsche Wirtschaft sehr abhängig von Export in EU-Länder

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Fast 7,2 Millionen Jobs Deutsche Wirtschaft sehr abhängig von Export in EU-Länder

Der Auto- und Maschinenbau verzeichnet eine hohe Wertschöpfung. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Export in die USA und nach China stockt – der EU-Binnenmarkt gewinnt daher für Deutschland weiter an Bedeutung. Eine neue Studie zeigt: Rund 7,2 Millionen Arbeitsplätze hängen am Export in andere EU-Länder. Damit wächst die Abhängigkeit.

Der Export in andere Länder der EU sichert in Deutschland einer Studie zufolge etwa 7,2 Millionen Arbeitsplätze. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Insgesamt hänge eine Bruttowertschöpfung von rund 550 Milliarden Euro an der Nachfrage aus anderen EU-Ländern.

Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2022 – für aktuelle Jahre liegen die dafür nötigen Daten noch nicht vor. Die Bedeutung dürfte aktuell aber eher zu- als abnehmen. Zuletzt haben die Exporte in die USA und nach China tendenziell nachgegeben, in die EU führten deutsche Unternehmen dagegen mehr aus.

„Im internationalen Vergleich ist die EU für Deutschland deutlich wichtiger als andere große Wirtschaftsräume“, betont auch vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Sie bietet stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, deren Bedeutung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten weiter zunimmt.“

Besonders hohe Wertschöpfung in Deutschland, die auf Nachfrage aus der EU zurückgeht, gibt es unter anderem im Auto- und Maschinenbau aber auch der Chemie. „Schlüsselindustrien wie der Kraftwagen- und Maschinenbau profitieren nicht nur am stärksten von der europäischen Importnachfrage, sondern sind zugleich strukturell eng in europäische Produktionsnetzwerke eingebettet“, heißt es in der Studie.

Abhängig vom Wirtschaftswachstum

Das setzt die Wirtschaft allerdings auch einer besonders hohen Abhängigkeit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den anderen EU-Ländern aus. Eine wirtschaftliche Stagnation dort würde das Bruttoinlandsprodukt bis 2030 um mehr als 20 Milliarden Euro schrumpfen lassen. Besonders stark würde dies Autobau, Maschinenbau und Chemie treffen.

Die Studie beschäftigt sich aber nicht nur mit den Auswirkungen der Exportnachfrage, sondern auch denen der Freizügigkeit im Schengen-Raum. Summiert man deren Effekte für Güterverkehr, Tourismus und grenzüberschreitende Pendler aus Deutschland auf, kommen die Forscher auf einen positiven Effekt von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.

„Die Studie macht deutlich, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa verbessern und so unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken müssen“, sagt Brossardt. „Der Binnenmarkt muss vollendet werden, indem wir nach wie vor bestehende Handelshemmnisse abbauen. Ein wirtschaftlich starkes Europa sorgt gerade in Deutschland und Bayern für Wachstum.“

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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