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Startseite»Politik»Feuer in Bordeaux unter Kontrolle – Lage bei Athen angespannt
Politik

Feuer in Bordeaux unter Kontrolle – Lage bei Athen angespannt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 01.08.2026 • 14:31 Uhr

Die Waldbrände in der Nähe von Bordeaux sind eingedämmt. Das gab das französische Innenministerium bekannt. Währenddessen verschärft sich die Lage in Griechenland. Dort sind um Athen neue Feuer ausgebrochen.

Der große Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez unter Kontrolle. Das Feuer breite sich nicht weiter aus, sagte der Minister bei einem Pressestatement. Gelöscht sei der Brand aber noch nicht – es gebe noch Brandherde und „aktive Zonen“.

Nach der Entspannung der Lage werden mehr als 10.000 weitere Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können, hieß es. In der Region nahe der Großstadt Bordeaux wüteten bislang die massivsten Brände der Saison in Frankreich, auf einer Fläche von 42.000 Hektar. 224.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, bislang durften nach Behördenangaben bereits 198.000 von ihnen zurückkehren.

Insgesamt seien in Frankreich seit Beginn des Jahres 119.000 Hektar von Waldbränden erfasst worden, erklärte Nuñez.

Gefahr in Südfrankreich noch nicht gebannt

Ein wieder aufgeflammtes Feuer im südfranzösischen Département Var gibt dagegen weiterhin Anlass zur Sorge. Innerhalb weniger Stunden hatte es sich am Freitag auf einer Fläche von mehr als 1.000 Hektar ausgebreitet.

Die Lage habe sich nicht verschlimmert, gab der Innenminister laut übereinstimmenden Medienberichten an. Es handele sich jedoch um ein Hochrisikogebiet, besonders wegen erwarteter trockener und starker Winde am Nachmittag. Nach Angaben der Präfektur sind 1.500 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von sechs Löschflugzeugen und fünf Helikoptern.

Brände um Athen werden von Winden weiter angefacht

In Griechenland ist die Lage weiter angespannt. Bei starkem Wind breiten sich dort aktuell mehrere große Wald- und Buschbrände aus. Die größten Fronten liegen rund 60 Kilometer westlich von Athen entfernt, die gewaltigen Rauchwolken sind von der Hauptstadt aus deutlich zu sehen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, starke Böen hinderten Löschflugzeuge daran, Wasser aufzunehmen.

Die aktuellen Waldbrände haben besonders die Ortschaft Porto Germeno getroffen. In dem Küstenort im Nordosten des Golfs von Korinth sollen bis zu 100 Häuser verbrannt sein, sagte der Vizebürgermeister der umliegenden Gemeinde Mandra dem Nachrichtensender Ertnews. „Aufgrund der starken Winde können derzeit überhaupt keine Löschflugzeuge eingesetzt werden. Wir hoffen, dass der Wind nachlässt. Es gibt keine andere Möglichkeit.“

Er warnte die Bewohner der evakuierten Ortschaften, noch nicht zurückzukehren. „Es gibt zu viel Rauch. Ich bitte die Bürger, unnötige Wege zu vermeiden, die Gefahr eines Wiederaufflammens ist groß. Menschenleben haben Vorrang“, appellierte er.

Das gefährdete und teils brennende Gebiet ist Satellitenbildern zufolge immer noch rund sechs mal sechs Kilometer groß. „Es ist ein schwieriger Tag für den Katastrophenschutz und die Feuerwehr, da wir uns in der höchsten Waldbrandwarnstufe (Kategorie 5) befinden“, sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber dem Sender. Häuser, Viehställe und Landgüter seien zerstört worden. In Porto Germeno wüte das Feuer an drei Fronten.

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