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Startseite»Politik»Gazastreifen: Tote bei Einsturz von ausgebombtem Wohnhaus
Politik

Gazastreifen: Tote bei Einsturz von ausgebombtem Wohnhaus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 16.09.2026 • 15:03 Uhr

Im Gazastreifen ist ein mehrstöckiges Wohnhaus eingestürzt. Es gibt zahlreiche Tote, noch fast 100 weitere Menschen werden vermisst. Helfer graben mit bloßen Händen nach ihnen. Das Gebäude war zuvor durch israelische Angriffe beschädigt worden.

Bei dem Einsturz eines von früheren israelischen Luftangriffen beschädigten Wohnhauses im Gazastreifen sind nach Angaben der Behörden mindestens 16 Palästinenser ums Leben gekommen. Unter den Toten seien fünf Kinder, teilte der örtliche Zivilschutz mit. 14 Menschen seien verletzt worden.

Fast 100 weitere Menschen werden noch unter den Trümmern des mehrstöckigen Gebäudes in Gaza-Stadt vermutet. Helfer suchten nach Überlebenden. „Wir hören immer noch Stimmen unter den Trümmern“, sagte der Leiter des Zivilschutzes in Gaza-Stadt, Raed Al-Dahschan.

Retter bergen Menschen aus dem eingestürzten Haus im Gazastreifen.

Helfer graben mit bloßen Händen

Mindestens zehn Familien hatten Al-Dahschan zufolge in dem baufälligen Gebäude Zuflucht gesucht. Im Gazastreifen gibt es kaum sichere Unterkünfte. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, da es an schwerem Gerät mangele, sagte der Leiter des Zivilschutzes. Einige Organisationen der Vereinten Nationen (UN) und ein ägyptischer Hilfsdienst unterstützten die Arbeiten.

Der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) im Gazastreifen, Alessandro Mrakic, beschrieb die Lage als tragisch. Die Menschen müssten teilweise mit bloßen Händen graben. Zehntausende Palästinenser leben nach Angaben des Zivilschutzes in rund 2.000 durch israelische Luftangriffe beschädigten Gebäuden.

Mrakic warnte, dass rund 400 weitere Häuser vom Einsturz bedroht seien. Mit Blick auf den bevorstehenden Winter ist das besonders dramatisch. Vertreter der Palästinenser und der UN machen israelische Einfuhrbeschränkungen für den Mangel an schweren Baumaschinen verantwortlich. Israel begründet die Beschränkungen damit, dass die Maschinen nicht in die Hände von militanten Gruppen gelangen dürften.

Verstöße gegen Waffenruhe

Eine von den USA vermittelte Waffenruhe im Oktober 2025 hat die großflächigen Kämpfe im Gazastreifen zwar gestoppt, dennoch greift Israel immer wieder an. Seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen mehr als 1.300 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet, überwiegend Zivilisten.

Auf israelischer Seite wurden dem Militär zufolge vier Soldaten getötet. Die militant-islamistische Terrororganisation Hamas wirft Israel vor, gegen das Abkommen zu verstoßen und die Umsetzung eines Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zu behindern. Israel wiederum beschuldigt die Hamas, sich nicht an die Vereinbarungen zu halten.

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