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Startseite»Politik»Gewinn von VW-Tochter Porsche stabilisiert sich
Politik

Gewinn von VW-Tochter Porsche stabilisiert sich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.07.2026 • 09:42 Uhr

Die Porsche AG kann ihren Gewinn stabilisieren. Doch ein echter Befreiungsschlag ist das für den Sportwagenbauer noch nicht – vor allem aufgelöste Rückstellungen aus dem Vorjahr haben das Ergebnis stabilisiert.

Der Gewinn des Sport- und Geländewagenbauers Porsche AG hat sich in der ersten Jahreshälfte stabilisiert. Das Ergebnis nach Steuern lag von Januar bis Juni bei 1,07 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das ist fast die Hälfte mehr als im ersten Halbjahr 2025. Gründe seien unter anderem das konsequente Management von Kosten und Preisen.

Das operative Ergebnis stieg ebenfalls, um ein Drittel auf fast 1,35 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank der Umsatz der Zuffenhausener im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent auf rund 17,23 Milliarden Euro. Die Zahlen zum operativen Geschäft waren bereits Ende vergangener Woche von der Konzernmutter Volkswagen veröffentlicht worden.

Gutes Ergebnis dank geringerer Kosten

Ungeachtet dessen steckt Porsche aktuell in seiner schwersten Krise seit Jahren. Hauptursachen sind das enorm schwache China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die niedrige Nachfrage nach Elektromodellen.

Die aktuellen Zuwächse gehen zu einem großen Teil auf den Wegfall von Sonderkosten – unter anderem für die Strategiekorrektur bei E-Autos und den Konzernumbau – zurück. Im ersten Halbjahr 2026 lagen die Kosten für die strategische Neuaufstellung der VW-Tochter den Angaben nach bei rund 400 Millionen Euro nach rund 800 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Entlastend kam in diesem Jahr hinzu, dass ein großteils durch Verhandlungen mit Lieferanten kompensiert werden konnte; übrig blieb also eine Belastung von rund 100 Millionen Euro. Das heißt: Ohne die aufgelösten Rücklagen stünde Porsche nicht viel besser da als im Vorjahr.

Und auch in den kommenden Monaten dürften die Kosten für den Konzernumbau eine Belastung bleiben: Die Sonderkosten für den neuen Stellenabbau von 5.000 Jobs dürften laut Management in diesem und dem kommenden Jahr jeweils einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag erreichen. Den Stellenabbau hatte Porsche am Montag bekannt gegeben. Langfristig sieht Finanzchef Jochen Breckner das jährliche Einsparpotenzial im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, wie er in einer Analystenkonferenz sagte. Erste Netto-Einspareffekte seien aber erst 2028 zu erwarten.

Ausblick bestätigt

Trotzdem blickt die Porsche AG optimistisch in die kommenden Monate: „Unser konsequentes Kostenmanagement und unsere Value-over-Volume-Strategie zeigen erste positive Effekte, deshalb bestätigen wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds unsere Jahresprognose“, erklärte Finanzchef Jochen Breckner.

An der Börse kommen die Quartalszahlen der VW-Tochter gut an: Die im MDAX notierten Papiere steigen im frühen Handel in Frankfurt um mehr als 1,6 Prozent.

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