Andy Burnham setzt als neuer britischer Premier ein Zeichen und empfängt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Beide betonen die engen Kontakte. Im Anschluss reist Selenskyj zu einem schwierigeren Partner.
Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als seinen ersten ausländischen Besucher empfangen. Das unterstreiche Großbritanniens unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine, teilte Burnhams Büro mit. Man wolle die klare Botschaft senden, dass Großbritannien zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine stehe.
Burnham empfing Selenskyj auf einem Marinestützpunkt in der südenglischen Hafenstadt Portsmouth. Der britische Premier verkündete bei dem Treffen, dass London der Ukraine das Recht einräume, ein in Großbritannien entwickeltes System zum Schutz von Drohnen im eigenen Land zu produzieren.
Das als „Stone Cloak“ bezeichnete System sei von der Größe eines Tablet-Computers und verhindere, dass Drohnen abgefangen werden, sagte Burnham. Tausende der Geräte wurden nach Angaben der britischen Regierung bereits an die Ukraine geliefert.
„Beziehung stärker denn je“
Burnhams Vorgänger, Keir Starmer, war vor weniger als zwei Wochen im Rahmen seiner letzten Auslandsreise in der ukrainischen Hauptstadt, und Burnham erklärte, er plane, Kiew bald zu besuchen.
Selenskyj betonte, die Beziehung beider Länder sei „stärker denn je“. Burnham ist bereits der fünfte britische Premier, der seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 mit Selenskyj zusammenarbeitet.
Selenskyj reist nach Washington weiter
Von Großbritannien aus will Selenskyj nach Washington weiterreisen. Dort ist am Dienstag ein weiteres Treffen mit US-Präsident Donald Trump geplant, dessen Beziehung mit Selenskyj nicht immer einfach war.
Das Verhältnis der beiden hatte sich in den vergangenen Monaten aber verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als „mutig“. Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland.
