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Startseite»Nachrichten»Hinweise auf Sexualdelikte?: Polizei konkretisiert Ermittlungen gegen Ex-Prinz Andrew
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Hinweise auf Sexualdelikte?: Polizei konkretisiert Ermittlungen gegen Ex-Prinz Andrew

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hinweise auf Sexualdelikte?Polizei konkretisiert Ermittlungen gegen Ex-Prinz Andrew

Alle seine möglichen Vergehen sollen auf den Tisch: Andrew Mountbatten-Windsor. (Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa)

Als Andrew Mountbatten-Windsor im Februar vorübergehend festgenommen wird, entsteht der Eindruck, es gehe in erster Linie um möglichen Amtsmissbrauch. Dem tritt die Polizei nun entgegen. Auch eventuelle Hinweise auf ein sexuelles Fehlverhalten würden geprüft.

Die britische Polizei hat klargestellt, dass sie in ihren langwierigen Ermittlungen gegen den früheren Prinzen Andrew mehreren Ansätzen nachgehe. Auch ein mögliches sexuelles Fehlverhalten werde in den Blick genommen, geht aus einer Mitteilung der Thames Valley Police hervor.

Der jüngere Bruder von König Charles III. war im Februar im Zuge des Skandals um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden. Auch der frühere und der aktuelle Wohnsitz des 66-Jährigen wurden durchsucht.

Geprüft würden etwa auch Berichte, wonach „eine Frau im Jahr 2010 zu sexuellen Zwecken zu einer Adresse in Windsor gebracht worden sein soll“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Ermittler hätten Kontakt mit der rechtlichen Vertretung der Frau aufgenommen, um klarzustellen, dass eine mögliche Anzeige mit Sorgfalt und Sensibilität behandelt werden würde.

Polizei durchforstet Informationen

Andrew Mountbatten-Windsor steht unter Verdacht, in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung sensible Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Er wurde aus seiner offiziellen Rolle in der Königsfamilie verbannt, ihm wurden alle Titel und Ehren aberkannt.

Der Straftatbestand des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt könne jedoch „verschiedene Formen annehmen“, so Assistant Chief Constable Oliver Wright der Mitteilung zufolge. Dies umfasse auch mögliches sexuelles Fehlverhalten, heißt es in britischen Medien.

Die Polizei spreche derzeit mit einer Reihe an Zeugen und durchforste „eine große Menge an Informationen“, sagte Wright. „Wir sind entschlossen, alle plausiblen Ermittlungsansätze gründlich zu verfolgen, wohin auch immer sie führen mögen.“

Ermittler in Sorge

Die Ermittler sollen laut britischen Medien besorgt darüber sein, dass die Öffentlichkeit den Eindruck gewinne, die Ermittlungen konzentrierten sich nur auf die Vorwürfe, Andrew habe als Handelsbeauftragter sensible Informationen weitergegeben. Der rechtliche Tatbestand sei jedoch weitaus umfassender.

Mountbatten-Windsor war eng mit Epstein befreundet. Der 2019 in Haft gestorbene Multimillionär betrieb jahrelang einen pädophilen Missbrauchsring, dem zahlreiche Menschen zum Opfer fielen.

Eines der Opfer, die inzwischen verstorbene Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrfach missbraucht zu haben, zum Teil als sie noch minderjährig war. Der Ex-Prinz bestreitet die Vorwürfe, doch eine Zivilklage Giuffres in den USA soll mit einem millionenschweren Vergleich geendet sein.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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