Huthi-Angriffe auf FlughafenMinisterin Reiche steckt in Riad fest
Die Huthi-Miliz nimmt den internationalen Flughafen von Riad unter Beschuss. Für die deutsche Wirtschaftsministerin bringt das Probleme: Katherina Reiche kann nicht ausreisen. Sie besuchte schon vor den Angriffen dort eine Konferenz.
Nach den schweren Angriffen auf den Flughafen von Riad kann Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nicht wie geplant aus der saudi-arabischen Hauptstadt nach Berlin zurückreisen. Wie eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage mitteilte, kann die für Montag geplante Rückreise der CDU-Politikerin von Konferenzen in Saudi-Arabien aufgrund der Sperrung des Flughafens voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden.
„Die Bundesministerin und ihre Mitarbeiter werden sicher und wohlbehalten zurückkehren“, betonte die Sprecherin. Die dafür notwendige Logistik werde derzeit zwischen den beteiligten Ministerien und Behörden abgestimmt, alternative Rückreisemöglichkeiten würden geprüft. „Sollte sich die Lage vor Ort verändern, werden wir gemeinsam mit unseren Partnern unmittelbar darauf reagieren“, erklärte die Sprecherin.
Bei Angriffen auf den internationalen Flughafen von Riad waren am Samstag mindestens 12 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die Huthi-Miliz hatte den Beschuss für sich reklamiert. Einen Tag später hatte es erneut einen Angriff auf einen saudischen Flughafen gegeben. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium befand sich Reiche schon vor den Angriffen auf den Airport auf Konferenzen in Riad.
Reiche nimmt an Energie-Konferenzen teil, die laut Saudi-Arabien seit Langem geplant waren. „Nach aktuellem Stand finden die Konferenz und die Termine der Bundesministerin weiter wie geplant statt“, ergänzte Reiches Sprecherin. Reiche selbst betonte die Bedeutung ihrer Reise: „Deutschland muss dort präsent sein, wo über Energieflüsse, neue Infrastruktur und Investitionen entschieden wird“, sagte die Politikerin am Samstag. Bei Öl und Gas sei Deutschland schließlich weitgehend auf Importe angewiesen.
