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Startseite»Politik»Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien für sich
Politik

Huthi-Miliz reklamiert Angriffe in Saudi-Arabien für sich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.09.2026 • 01:10 Uhr

Die Huthi-Miliz im Jemen hat die jüngsten Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Zuvor hatten Anwohner in Riad von Explosionen und einer Rauchsäule nahe dem internationalen Flughafen berichtet.

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben „wichtige“ Ziele in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Ein Huthi-Sprecher teilte mit, die Gruppe habe Dutzende ballistische Raketen und Drohnen gegen „sensible Ziele“ in Riad sowie auf Anlagen des saudischen Ölkonzerns Aramco in der Hafenstadt Janbu abgefeuert. Die Angriffe hätten mehrere größere Brände ausgelöst.

Die saudische Seite bestätigte Angriffe der Huthis auf Riad und andere Städte, machte aber keine Angaben zu möglichen Schäden. Der Mitteilung zufolge waren die jüngsten Attacken eine Reaktion auf mehr als 700 saudische Luftangriffe im Jemen.

Saudi-Arabien unter Druck

Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen in ihrem langwierigen Konflikt mit der Huthi-Miliz. Seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg gerät das Land immer wieder unter Beschuss aus dem Jemen.

Der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen, Turki al-Malki, teilte am späten Abend mit, die saudische Luftabwehr hätte am Morgen eine von den Huthis in Richtung Riad abgefeuerte Rakete abgefangen und zerstört. Angriffe auf Janbu und weitere Städte seien ebenfalls abgewehrt worden.

Augenzeugen hatten zuvor von einem Brand eines Treibstofftanks am internationalen Flughafen von Riad berichtet, der den Flugverkehr vorübergehend unterbrochen hatte. Eine offizielle Stellungnahme zur Ursache des Brandes gab es zunächst nicht.

Huthi-Miliz kontrolliert wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Die pro-iranischen Huthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Nach einer Blitzoffensive gegen die Regierungstruppen im Jemen übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab – was ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien ist.

Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudiarabischem Öl.

Denn seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus am Persischen Golf hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Saudi-Arabien versucht etwa, einen Teil seiner Ölexporte nach Asien über das Rote Meer umzuleiten.

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