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Startseite»Politik»Hybride Angriffe: Polens Regierungschef Tusk warnt vor „russischem Plan“
Politik

Hybride Angriffe: Polens Regierungschef Tusk warnt vor „russischem Plan“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 17, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 17.09.2026 • 20:21 Uhr

An der Ostflanke der NATO wachsen die Sorgen vor russischen Angriffen. Angesichts jüngster Vorfälle im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet warnt Regierungschef Tusk nun vor einem russischen Plan, Ukraine-Verbündete gezielt anzugreifen.

Polens Regierungschef Donald Tusk hat vor einem „russischen Plan“ gewarnt, der „hybride Angriffe“ auf Länder, welche die Ukraine unterstützen, beinhalte. Dazu gehörten laut Geheimdienstinformationen auch Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Verbündete Kiews, so Tusk.

Es bestehe ein „reales Risiko“, dass Drohnen auf das Gebiet eines oder mehrerer Staaten an der NATO-Ostflanke stürzten, sagte Tusk im Parlament in Warschau. Diese könnten zu Zerstörungen führen. Moskaus offizielle Darstellung werde sein, „dass es sich um einen Unfall handelt“, sagte Tusk. Ziel sei es, den Zusammenhalt innerhalb des Verteidigungsbündnisses zu schwächen.

Alarm in polnischem Grenzgebiet

Tusks Äußerungen stehen vor dem Hintergrund jüngster Zwischenfälle mit Drohnen im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet. Dort hat es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut einen Drohnenangriff unweit von einem Grenzübergang gegeben. „Sehr nahe an der polnischen Grenze, unweit von Dorohusk, ist höchstwahrscheinlich wieder eine Tankstelle angegriffen worden“, sagte der Ministerpräsident. Er sprach von einer massiven Explosion.

„Russland hört nicht auf mit seinen aggressiven Handlungen“, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X. Am Donnerstagvormittag heulten in den Städten Rzeszow und Lublin im Südosten Polens die Sirenen. Das nationale Sicherheitszentrum gab Luftalarm in der Region und forderte die Menschen auf, sichere Räume aufzusuchen. Die polnische Luftwaffe ließ Kampfjets vom Typ F-16 aufsteigen.

Ein Sprecher des Oberkommandos der polnischen Streitkräfte sagte dem Sender TVN24, die Systeme hätten ein unbemanntes Flugobjekt gemeldet, das sich aus Richtung Ukraine der polnischen Grenze genähert habe. Höchstwahrscheinlich habe es sich dabei um eine düsengetriebene Kampfdrohne gehandelt. Diese sei dann über ukrainischem Gebiet entweder abgeschossen worden oder habe ihr Ziel getroffen. Nach etwa einer Stunde kam die Entwarnung.

Zug auf dem Weg nach Warschau angegriffen

Bereits am Sonntag war es in der Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn zu mehreren russischen Drohnenangriffen auf dem Gebiet der Ukraine gekommen. Außerdem wurde dort ein Passagierzug von Kiew nach Warschau angegriffen. Polens Regierung warf Russland eine Verschärfung des Krieges gegen die Ukraine vor.

In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen NATO-Ländern, darunter in Polen, das unter anderem an die russische Exklave Kaliningrad, das mit Russland verbündete Belarus und an die Ukraine grenzt. Auch die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle.

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