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Startseite»Politik»Ifo Institut: Autoindustrie zeigt sich wieder optimistischer
Politik

Ifo Institut: Autoindustrie zeigt sich wieder optimistischer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.08.2026 • 14:18 Uhr

Die Nachfrage nach der E-Auto-Prämie ist groß, vor allem Haushalte mit mittlerem Einkommen nutzen sie. Gleichzeitig hellt sich die Stimmung in der deutschen Autoindustrie spürbar auf, so das ifo Institut.

Die Nachfrage nach der neuen E-Auto-Förderung ist groß: Seit dem 19. Mai haben bereits rund 103.500 Menschen einen Antrag auf Förderung eines E-Autos gestellt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vom 5. August hervor, über die zuerst das Handelsblatt berichtete.

Der Großteil der Anträge entfällt auf reine Elektroautos: Mehr als 90 Prozent der Förderwünsche betreffen vollelektrische Fahrzeuge, der Rest verteilt sich auf Plug-in-Hybride und Modelle mit Reichweitenverlängerern.

Förderung bis regulär 80.000 Euro

Besonders bemerkenswert ist der Blick auf die Einkommen der Antragsteller: Rund die Hälfte gibt ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 45.000 Euro an, ein weiteres knappes Viertel liegt zwischen 45.000 und 60.000 Euro. Drei von vier Anträgen stammen damit aus Haushalten mit höchstens 60.000 Euro Einkommen.

Gefördert werden können aber auch etwas besser verdienende Haushalte: Die Grenze liegt regulär bei 80.000 Euro, bei Familien mit zwei oder mehr Kindern bei bis zu 90.000 Euro. Pro Fahrzeug sind Zuschüsse von bis zu 6.000 Euro möglich – Voraussetzung ist, dass das Auto seit dem 1. Januar dieses Jahres zugelassen wurde. Insgesamt stehen für das Programm bis 2029 drei Milliarden Euro bereit, gerechnet für rund 800.000 Fahrzeuge. Die Politik will damit nicht nur den Klimaschutz voranbringen, sondern auch die Nachfrage nach Elektroautos stützen.

Bessere Geschäftserwartungen

Steigende Nachfrage nach E-Autos, das dürfte man auch in den Chefetagen deutscher Autobauer gerne hören. Dort hat sich die Stimmung auch bereits wieder etwas verbessert: Der vom Münchner ifo Institut erhobene Geschäftsklimaindex für die Branche stieg im Juli um sechs Punkte. Mit einem Stand von minus 15,6 ist er allerdings immer noch im negativen Bereich.

Vor allem die Geschäftserwartungen haben sich erneut deutlich verbesserten und liegen mit minus 0,1 Punkten derzeit so hoch, wie zuletzt vor mehr als drei Jahren. Der Anstieg der vergangenen Monate ist hier besonders deutlich. Noch im April hatte der Wert mehr als 30 Punkte tiefer gelegen.

Aktuelle Lage noch immer schlecht

Die aktuelle Geschäftslage wird mit minus 29,9 Punkten dagegen nach wie vor sehr schlecht bewertet. „Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen“, sagt ifo-Expertin Anita Wölfl. Auch in den Auftragseingängen, die zumindest bis Mai vorliegen, zeigt sich ein positiver Trend aus dem Inland und Euroraum.

Unter anderem profitieren laut ifo die Hersteller von Karosserien und Aufbauten, die Geräte und Komponenten herstellen, die auch außerhalb der Autoindustrie, beispielsweise in der Verteidigung, verwendet werden können. „Die europaweit steigenden Investitionen in Rüstungsgüter könnten Teilen der Automobilindustrie zugutekommen“, sagt Wölfl.

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