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Startseite»Nachrichten»Instrument zur U-Boot-Jagd: Russischer „Seebär“ wirft Sonarbojen nahe britischem Träger ab
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Instrument zur U-Boot-Jagd: Russischer „Seebär“ wirft Sonarbojen nahe britischem Träger ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Instrument zur U-Boot-JagdRussischer „Seebär“ wirft Sonarbojen nahe britischem Träger ab

Die russische Tu-142 mit einem der zwei F-35-Jets. (Foto: Britisches Verteidigungsministerium)

Vor Island nähert sich ein Aufklärer Moskaus dem britischen Flugzeugträger „Prince of Wales“ und wirft Sonarbojen zur U-Boot-Jagd ab. Daraufhin steigen F-35-Kampfjets auf und eskortieren den russischen „Seebären“ aus dem Gebiet. London bezeichnet die Aktion als gefährlich und unprofessionell.

Ein russisches Militärflugzeug ist von britischen Kampfjets abgefangen worden, nachdem es im europäischen Nordmeer vor Island Sonarbojen nahe dem Flugzeugträger „Prince of Wales“ abgeworfen hatte. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums sprach von einem „gefährlichen und unprofessionellem“ Verhalten der russischen Flugzeugbesatzung.

Die russische Tupolew Tu-142 (Nato-Codename: „Bear F/J“) sei bei dem Vorfall am vergangenen Donnerstag „in niedriger Höhe und unnötig nah“ über den zu einem Verband aus mehreren Schiffen gehörenden Flugzeugträger geflogen und habe dann „eine große Anzahl Sonarbojen in unmittelbarer Nähe des Flugzeugträgers“ abgeworfen, erklärte der Sprecher. Daraufhin sei das russische Flugzeug von zwei britischen F-35-Kampfjets abgefangen und begleitet worden, bis es das Gebiet verlassen habe. Sonarbojen sind mit Unterwassermikrofonen ausgestattet und dienen dazu, U-Boote aufzuspüren.

Die Tu-142 wurde Ende der 1960er-Jahre vom Konstruktionsbüro Tupolew entwickelt und 1972 in Dienst gestellt. Sie basiert auf dem strategischen Bomber Tu-95 (Nato-Codename „Bear“), der für die neuen Aufgaben entsprechend angepasst wurde. Neben der Basisversion existieren mehrere Varianten, etwa für die Ozeanüberwachung oder die U-Boot-Jagd. Bis 1994 entstanden etwa 100 „Seebären“. Die russische Marine betreibt Berichten zufolge noch rund zwei Dutzend Tu-142. 

Die aus mehreren Schiffen, Hubschraubern und Kampfflugzeugen bestehende Flugzeugträgergruppe hielt sich dem Ministerium zufolge im Rahmen der britischen Arktismission „Firecrest“ in der Region auf. Diese ist Teil der im Februar begonnenen Nato-Mission „Arctic Sentry“, die die Aktivitäten der Nato-Mitglieder in der Region bündeln und die Präsenz des Bündnisses zur Abschreckung stärken soll. Deutschland ist unter anderem mit mehreren Eurofightern beteiligt.

Die Mission folgt Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen . Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands deutlich gewachsen. Zudem lagern in der Region wertvolle Rohstoffe.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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