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Der größte Flugzeugträger der US-Marine soll laut Regierungsvertretern in den kommenden Tagen den Nahen Osten verlassen. Israel hat offenbar Hilfsschiffe für Gaza nahe Griechenland abgefangen.
Das Ölkartell Opec+ wird nach Angaben des russischen Vize-Ministerpräsidenten Alexander Nowak auch nach Austritts der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zusammenarbeiten. Er erwarte keinen Preiskrieg, da es ein weltweites Öldefizit gebe, zitierten russische Nachrichtenagenturen den Politiker. Russland selbst habe keine Pläne, das Abkommen zu verlassen.
Mangels substanzieller Verhandlungen hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Mittwoch eine Reihe von Telefonaten mit den Außenministern von Indien, Kenia und Polen geführt. Zudem kontaktierte er Regierungsangaben zufolge die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Mirjana Spoljaric, und den Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri. Offizielle Berichte über diese Gespräche enthielten nur wenige Details. Laut der iranischen Regierung informierte Araghtschi bei seinem Gespräch mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar seinen Amtskollegen „über die Lage in der Region und die Folgen der fortgesetzten illegalen Aktionen der Vereinigten Staaten“. Diese bedrohten „die Freiheit der internationalen Schifffahrt“.
Vor einigen Tagen hatte Araghtschi bereits eine kurze diplomatische Tour unternommen: Am Sonntag besuchte er den Oman und Pakistan, und am Montag reiste er nach Moskau, um sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen.
Lebensmittelpreise, Freibäder, Reisebüro: Welche Folgen der Iran-Krieg auf den Alltag der Menschen in Deutschland hat, berichtet ARD-Korrespondentin Laura Cloppenburg:
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, soll US-Regierungsvertretern zufolge bald den Nahen Osten verlassen. Nach mehr als 300 Tagen auf See soll das Schiff in den kommenden Tagen aus dem Nahen Osten abziehen und Mitte Mai zu seinem Heimathafen im US-Bundesstaat Virginia zurückkehren, wie zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP mitteilten.
Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen – zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.
Israel hat nach Angaben der Organisation „Global Sumud Flotilla“ Hilfsschiffe für Gaza in internationalen Gewässern nahe Griechenland abgefangen. Die Schiffe seien Hunderte Meilen von Gaza entfernt aufgebracht worden, teilte die Organisation mit und sprach von „Piraterie“. Die aus zwei Schiffen bestehende Flottille war am 12. April vom spanischen Hafen Barcelona ausgelaufen.
Israels UN-Botschafter Danny Danon bestätigte auf der Plattform X, die Flottille sei gestoppt worden, bevor sie israelisches Gebiet erreicht habe.
Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. „Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen“, sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.
Das iranische Militär werde den Feind bald mit einer Waffe angreifen, „vor der er große Angst hat“, kündigte Irani an. Um welche Art von Waffe es sich dabei handeln soll, sagte er nicht. Derzeit gilt zwischen dem Iran und den USA eine Waffenruhe.
USA haben Dutzende Schiffe gestoppt Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade nach eigenen Angaben 42 Schiffe gestoppt. Dadurch seien dem Iran schätzungsweise mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Einnahmen aus dem Ölexport entgangen, sagte der Kommandeur des zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die Verhandlungen mit dem Iran derzeit telefonisch geführt werden. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Es sei „lächerlich“ 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten. Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagte er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte.
Auf die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden könnte, zeigte sich Trump unentschieden. „Ich weiß es nicht“, sagte er. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.
Nach Informationen des US-Portals Axios will Trump den Druck aufrechterhalten. Einen iranischen Vorschlag, zunächst die Seeblockade zu lockern und Gespräche über ein Abkommen zum Atomprogramm später zu führen, lehne er ab. Zugleich bereite sich das US-Militär dem Bericht zufolge auf neuerliche Luftangriffe vor, um die Verhandlungen voranzubringen. Trump habe einen solchen Einsatz bislang jedoch nicht angeordnet.
