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Startseite»Nachrichten»„Irida“, Trolle und Phantome: Es bleibt mysteriös in Hohenburg
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„Irida“, Trolle und Phantome: Es bleibt mysteriös in Hohenburg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 13, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Irida“, Trolle und PhantomeEs bleibt mysteriös in Hohenburg

13.09.2026, 13:03 Uhr Von Thomas Badtke
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Auch in Band zwei wird es für die „Furchtlosen“ magisch. (Foto: imago/Jochen Tack)

Gibt es Trolle wirklich? Klar, in Norwegen. Aber hierzulande? Im beschaulichen Hohenburg soll es sie geben. In Menschengestalt suchen sie nach dem Eingang zur „Anderswelt“- mit bösen Absichten. Eine jugendliche Außenseiterin und ihre furchtlosen Freunde stellen sich ihnen entgegen.

„Die Anderswelt – oder der Tod!“ So lautet das Mantra von den Feinden der „Furchtlosen“, einer Gruppe nerdiger Jugendlicher aus dem beschaulichen Hohenburg. „Die Furchtlosen“, das sind Irida, Cedric, Jinjin und Jeremy. Irida isst gern und viel, hat Bärenkräfte und stottert, wenn sie aufgeregt ist. Cedric ist Korea- und K-Pop-Fan und sieht auch so aus, Stichwort: blaue Haare. Er fällt auf. Jinjin ist die nerdige Datenspezialistin, Computerfreak, Brillenträgerin und wenn sie Schnupfen hat, niest sie wie ein Elefant. Aber absolut liebenswert. Genauso wie Jeremy. Er hat rumänische Wurzeln und bringt sprachlich immer mal was durcheinander. So sagt er statt Arschgeige etwa Hinterncello. Das sorgt immer für gute Stimmung. So viel zu den Guten.

Die Bösen sind Mathilde, Kevin und Steffi, als Menschen getarnte Trolle. Wechselbälger. Auf der Suche nach einem Eingang zur sogenannten Anderswelt. Haben sie ihn gefunden, holen sie ihre Trollgemeinschaft aus Norwegen nach und gehen auf Eroberungsfeldzug. Eine Heimat nur für sie allein. Auch Linea, einst Iridas beste Freundin und Teil der „Furchtlosen“, gehört nun zu den Bösen, auch wenn sie mit sich und ihrem Schicksal noch hadert und mit ihrer Bestimmung ringt.

Drollig? Trollig!

Irida ist da schon weiter. Sie weiß schon länger, dass mit ihr etwas nicht stimmt, dass auch sie ein Wechselbalg ist, einst gegen ein Kind ausgetauscht, dessen Platz sie nun unfreiwillig eingenommen hat. Mithilfe eines Rings, den sie von ihrer Großmutter bekam, kann sie ihre Troll-Natur im Zaum halten und so ein relativ normales Leben führen. Eines voller Magie, Mysterien und fantastischer Abenteuer. Grabräuber kommen darin vor, eine geheimnisvolle Weiße Dame, ein Spionage-Kaninchen, sagenhafte Gestalten – und ihr Onkel Ado (Jinjin: „Der schräge Onkel!“).

Ado ist eigentlich immer unterwegs, sucht nach magischen Objekten, findet Schrulliges und lässt Irida an allem teilhaben. Als aber eines Tages eine meterhohe, steinerne Trollfigur in seinem Haus steht und die Decken mehrerer Etagen ein Loch haben, wird die Sache ernst. Der versteinerte Troll ist Kevin, der in Menschengestalt in Hohenburg einen Friseursalon betreibt und immer ein Rasiermesser mit sich führt, mit dem er herumspielt. Kevin wollte einen geheimnisumwitterten Stein aus Ados Haus holen, den Irida da versteckt hatte. Mithilfe dieses Steins können Trolle Kontakt zu ihrer Ursprungsgruppe in Norwegen aufnehmen.

Als Kevin das tut, hören die „Furchtlosen“ mit. Sie wollten schon lange wissen, was mit den Kindern passiert ist, die gegen die Wechselbälger ausgetauscht worden waren. Es gibt ja das Gerücht, dass Trolle Menschen fressen …

Irida und die restlichen „Furchtlosen“ bekommen mit, dass diese Kinder bei den Trollen als Sklaven gehalten werden – und wollen sie befreien. Auf nach Norwegen heißt es deshalb. Mit dabei ist auch Linea, die nun auf die gute Seite der Macht gewechselt ist – oder spielt sie ein doppeltes Spiel? Auf alle Fälle verspricht der Trip in den hohen Norden jede Menge magische Momente, überraschende neue Bekanntschaften und viele Abenteuer!

Fantastische Welten

Für all das zeichnet Deutschlands Fantasy-Ikone Markus Heitz verantwortlich. Er hat sich den Stoff um die Jugendliche Irida und ihre Freunde ausgedacht. Er hat die Figuren entwickelt, ihnen Tiefe gegeben und die Gruppe so zusammengestellt, dass für jeden ein Sympathieträger dabei sein sollte. „Irida und das Rätsel der Ruine“ ist der zweite Band der als Trilogie angelegten Reihe, die bei Oetinger erschienen ist.

Und wie schon beim Reihendebüt „Irida und die Stadt der Geheimnisse“ ist man als Leser sofort dabei. Hier mal ein kleines Dialog-Scharmützel auf dem Markt. Dort mal eine etwas größere Auseinandersetzung, bei der aber immer das Gute letzten Endes siegt. Hier blutrünstige Phantome unter einer Grabplatte. Dort blau leuchtende kleine Elfen. Hier ein geheimnisvolles versteinertes Ei. Dort dieses immer nach Möhren trachtende süße Kaninchen, dessen Rolle im zweiten Teil endlich gelüftet wird.

Die Anderswelt bleibt dagegen ein Geheimnis. Heitz führt aber eine dritte Macht ein, die „Anderen“. Damit ist der Cliffhanger für den Abschlussband gesetzt: „Irida und das Flüstern in den Feldern“.

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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