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Kleine Hilfe bei großer Hitze: Shark Chillpill kühlt heiße Köpfe mit Luft, Nebel und Platte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 3, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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Kleine Hilfe bei großer HitzeShark Chillpill kühlt heiße Köpfe mit Luft, Nebel und Platte

03.08.2026, 18:21 Uhr Von Klaus Wedekind
Shark Chillpill Test (8 von 8)
Der Mini-Ventilator im Nebel-Modus. (Foto: kwe)

Der Shark Chillpill ist ein außergewöhnlicher Handventilator. Denn er erfrischt nicht nur durch einen Luftstrom, sondern kann auch Wassernebel versprühen und die Hauttemperatur per Kühlplatte senken. Der Praxistest zeigt, ob er das auch effektiv tut und seinen relativ hohen Preis wert ist.

Schon wieder rollt eine Hitzewelle an und es wird wahrscheinlich nicht die Letzte in diesem Sommer sein. Deshalb sind Mini-Ventilatoren aktuell sehr beliebt, die man immer dabeihaben kann, um sich abzukühlen. Ein ganz besonderer kleiner Erfrischer ist der Shark Chillpill, der drei Kühlmethoden in einem Gerät vereint: Er pustet, sprüht und berührt. ntv.de hat das 140 Euro teure „Erfrischungssystem“ ausprobiert.

Magerer Lieferumfang

Der 350 g schwere Chillpill besteht aus zwei über ein Drehgelenk verbundene Zylinder. Im Schlankeren befinden sich Akku, Schalter und Display, der Dickere beherbergt den Motor mit Gebläse und kann mit drei verschiedenen Aufsätzen bestückt werden.

Außer den zentralen Komponenten liefert Shark lediglich ein USB-C-Ladekabel und eine Transporttasche für die Aufsätze mit. Eine Schutzhülle für den Chillpill selbst sucht man vergebens, sie kostet zusätzlich knapp 22 Euro.

Shark Chillpill Test (2 von 8)
Der Lieferumfang ist ziemlich mickrig (Foto: kwe)

Der Ventilator-Aufsatz ist im Prinzip nur eine Abdeckung, die den Luftstrom bündelt – der Propeller sitzt ja bereits auf dem Motor im Zylinder. Das Gebläse lässt sich in zehn Stufen regeln, nachdem man das Gerät durch einen Druck auf den Kopf der Steuereinheit gestartet hat. Dazu dreht man den Ring unterhalb des Displays, das Stufe und Batterieladung anzeigt.

Ordentlich Wind, aber ziemlich laut

Auf höchster Stufe macht der Chillpill ordentlich Wind, der Luftstrom erreicht laut Shark bis zu 7,5 Meter pro Sekunde (m/s). Er bleibt damit zwar deutlich hinter den 25 m/s zurück, mit denen der Dyson HushJet Mini Cool pustet. Die Brise reicht aber locker aus, um auch bei großer Hitze Hals und Kopf effektiv zu kühlen, wenn man den Ventilator auf Brusthöhe nach oben gerichtet hält. Man kann ihn aber auch beispielsweise auf den Schreibtisch stellen. Der Akku-Zylinder liegt dabei flach auf der Unterlage, während man die Motor-Einheit in die gewünschte Richtung drehen kann.

Shark Chillpill Test (3 von 8)
Der Ventilator im Tischmodus. (Foto: kwe)

Bei Höchstleistung ist der Chillpill ähnlich laut wie der Dyson-Konkurrent. Shark empfiehlt daher auch, grundsätzlich in Innenräumen Stufe 1 bis 5 und darüber hinaus nur im Freien zu verwenden. Stufe 4 soll demnach noch für konzentriertes Arbeiten geeignet sein. In 30 cm Abstand beträgt die Lautstärke dann aber immer noch rund 56 Dezibel (dB), was etwa so laut wie ein Staubsauger bei geschlossener Tür im Nachbarzimmer klingt. Auf höchster Stufe sind es rund 67 dB – da kann man sich auch einen Föhn ans Ohr halten.

Sehr effektive Kühlplatte, kurzes Nebel-Vergnügen

Totale Stille herrscht auch nicht, wenn man die Kühlplatte aufsteckt, da dabei ebenfalls das Gebläse arbeitet. Im Standardmodus stört das aber überhaupt nicht. Die Wirkung ist überraschend stark, die Platte fühlt sich wunderbar kalt an – speziell an den Schläfen oder im Nacken. Auf Stufe 2 soll sie laut Shark die Haut-Temperatur um bis zu 9 Grad senken können. Der Unterschied der Wirkung zum Standardmodus ist aber nicht allzu groß.

Shark Chillpill Test (5 von 8)
Die Kühlplatte ist vielleicht die beste Funktion des Chillpill. (Foto: kwe)

Besonders außergewöhnlich ist das Vernebler-Modul. Man öffnet an der Unterseite des Aufsatzes einen Deckel, füllt Wasser ein und kann loslegen, nachdem man ihn wieder geschlossen hat. Der Chillpill liefert dann durchgehend oder in Intervallen einen feinen, bei trockener Hitze extrem wohltuenden Wassernebel, den das Gebläse verteilt. Wie beim Ventilator stehen dazu zehn Stufen zur Verfügung.

Der Wermutstropfen an diesem ansonsten sehr effektiven Modus ist jedoch, dass der 14 ml kleine Wasservorrat auch im Intervallmodus und auf Stufe 1 kaum länger als 15 Minuten ausreicht, bevor man nachfüllen muss. Außerdem soll man laut Shark den sogenannten Feuchtigkeitsdocht nach einem Monat oder „nach Bedarf“ wechseln.

Shark Chillpill Test (6 von 8)
Das Wasserreservoir ist zu klein. (Foto: kwe)

Vier Dochte gehören zum Lieferumfang. Ersatz wird in Deutschland derzeit nicht angeboten, in Großbritannien kostet ein Dreier-Päckchen umgerechnet fast 9 Euro. Vermutlich kann man die Dochte länger verwenden, wenn man entkalktes Wasser nutzt, sie in Nutzungspausen trocknen lässt und den Aufsatz – wie empfohlen – regelmäßig mit Essigwasser reinigt.

Große Ausdauer

Wegen der Laufzeiten muss man sich dagegen keine Gedanken machen. Der 4700 Milliamperestunden (mAh) fassende Akku hält Shark zufolge im Ventilator-Betrieb bei Stufe 1 bis zu 11 Stunden, auf Stufe 5 bis zu 4,5 und bei Höchstleistung bis zu 1,5 Stunden durch. Im Praxistest übertraf das Gerät die Angaben sogar.

Mit genutzten Aufsätzen verringern sich die Laufzeiten. Beim Sprühnebel spielt dies eine geringere Rolle. Die Kühlplatte benötigt etwas mehr Energie, im Standardmodus hält der Chillpill aber auch hier weit über fünf Stunden durch. Wie lang genau, ist schwer zu ermitteln, da sich das Gerät nach einer gewissen Zeit selbst abschaltet, um den Akku zu schonen.

Fazit

Der Chillpill kann bei Hitze sehr nützlich sein, alle drei Modi kühlen effektiv, der Wechsel der Aufsätze ist einfach und schnell erledigt. Dem Vernebler-Modul geht allerdings zu schnell das Wasser aus und es erfordert relativ viel Wartung. Für empfindliche Ohren kann auch die recht hohe Lautstärke des Ventilators ein Problem sein. Der größte Haken ist aber der hohe Preis von knapp 140 Euro, der nicht einmal eine Schutzhülle für den Chillpill beinhaltet.

Quelle: ntv.de

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