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Startseite»Politik»Krieg in Nahost: USA und Iran lehnen gegenseitige Forderungen ab
Politik

Krieg in Nahost: USA und Iran lehnen gegenseitige Forderungen ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.05.2026 • 23:16 Uhr

In den indirekten Verhandlungen zwischen den USA und Iran gibt es weiterhin keine Fortschritte. Beide Länder erneuerten ihre gegenseitigen Vorwürfe. Laut US-Präsident Trump ist die aktuelle Waffenruhe gefährdet wie nie.

Die USA und Iran kommen bei ihren Bemühungen um ein Ende des Kriegs im Nahen Osten nicht voran. US-Präsident Donald Trump erneuerte seine Kritik an der jüngsten iranischen Antwort auf einen US-Vorschlag und bezeichnete diese als „dämlich“. Insbesondere habe Iran sich nicht wie erwartet dazu bereit erklärt, seine Uranbestände den USA zu überlassen.

Als Konsequenz sei die aktuell geltende Waffenruhe „so schwach wie nie“, sagte Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus. Die Feuerpause habe quasi „eine Überlebenschance von etwa einem Prozent“. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Trump, er glaube dennoch, dass eine diplomatische Lösung weiter möglich sei.

Teheran wirft den USA „psychologische Kriegsführung“ vor

Iran wies einem Bericht zufolge Trumps Aussagen zurück. Das Verhandlungsteam habe nicht zugestimmt, das hoch angereicherte Uran außer Landes zu schaffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle.

Auch Berichte darüber, dass Iran einem Stopp der Urananreicherung für 15 Jahre zugestimmt hätte, seien gelogen, berichtete Tasnim weiter. Derartige Informationen seien „psychologische Kriegsführung“, schrieb die Agentur, die der Islamischen Revolutionsgarde nahesteht.

Zudem drohte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche US-Angriffe. „Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen“, erklärte Ghalibaf im Onlinedienst X. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, fügte er hinzu.

Iran fordert offenbar Reparationszahlungen

In dem seit über zwei Monaten dauernden Krieg mit Iran waren die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen zuletzt ins Stocken geraten. Trump hatte den jüngsten iranischen Vorschlag bereits am Wochenende als „völlig inakzeptabel“ abgetan.

Laut iranischen Staatsmedien forderte Teheran in seinem Friedensplan, dass die USA Reparationen für die angerichteten Kriegsschäden in Iran zahlen müssten. Die Islamische Republik bestand demnach auch auf die volle Souveränität über die Straße von Hormus, ein Ende der Sanktionen gegen das Land und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte. Der Streit über das iranische Atomprogramm wurde den Berichten zufolge nicht in dem iranischen Vorschlag thematisiert.

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