Mit einer starken Erinnerungskultur gegen Desinformation und Geschichtsverfälschung: Kulturstaatsminister Weimer will Gedenkstätten mit zusätzlichen zehn Millionen Euro fördern – auch um sie besser vor Angriffen zu schützen.
Die Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur sollen mehr Geld erhalten. Wie Kulturstaatsminister Weimer ankündigte, sind zusätzliche zehn Millionen Euro vorgesehen.
Die Hälfte des Geldes soll für Projektförderung fließen. Die andere Hälfte soll die bereits vom Bund geförderten Gedenkstätten stärken und etwa für höhere Personalkosten und höhere Ausgaben für Sicherheit bereitstehen.
Nach Weimers Angaben sollen davon unter anderem die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg, die Gedenkstätte Topographie des Terrors und die Stiftung Sächsische Gedenkstätten profitieren.
Weimer: „Erhebliche Herausforderungen“ für Gedenkstätten
„Gerade in einer Zeit, in der Desinformation und Geschichtsverfälschung zunehmen und die Stimmen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verstummen, braucht unsere Erinnerungskultur starke Erinnerungsorte“, betonte Weimer.
Weil Gedenkstätten in Deutschland heute durch physische und digitale Angriffe vor „erheblichen Herausforderungen“ stünden, soll das zusätzliche Geld nicht nur Bildungs- und Vermittlungsarbeit stärken, sondern auch dafür sorgen, dass Beschäftigte und Besucher besser geschützt werden, erklärte Weimer.
Weimers Pläne für die Gedenkstättenförderung müssen allerdings noch im Rahmen der Haushaltsverhandlungen abgesegnet werden.
