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Startseite»Politik»Mehr als 1.000 Ebola-Tote in Demokratischer Republik Kongo
Politik

Mehr als 1.000 Ebola-Tote in Demokratischer Republik Kongo

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 23.07.2026 • 12:51 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo sind inzwischen mehr als 1.000 Menschen an Ebola gestorben. Medikamente und Impfstoffe gibt es für die aktuelle Virusvariante nicht.

Mehr als 1.000 Menschen sind seit Beginn des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo nachweislich an der Infektionskrankheit gestorben. Das geht aus den veröffentlichten Zahlen des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit der DR Kongo hervor. Demnach wurden bislang 1.033 Ebola-Tote erfasst.

Die Zahl der bestätigten Infektionen bezifferte das Institut auf 2.533. Den Angaben zufolge sind 506 Menschen nach einer Ebola-Erkrankung wieder genesen. Zuletzt verbreitete sich das Virus schneller, besonders Gesundheitspersonal ist von Ansteckung betroffen, weil es vielerorts an Schutzausrüstung fehlt. Die Ministerpräsidentin Judith Suminwa besuchte die betroffenen Regionen.

Bisher weder Medikamente noch Impfstoff

Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo war Mitte Mai entdeckt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief kurz danach den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Gegen die für die Epidemie verantwortliche Bundibugyo-Variante des Erregers gibt es bisher weder eine Impfung noch eine spezielle Therapie. Seit Jahren anhaltende Konflikte in der Region erschweren die Eindämmung.

Der Leiter der Afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, warnte, der Ausbruch könnte „zu einem der schlimmsten Ebola-Ausbrüche werden, die die Welt je verzeichnet hat.“ Die mit Abstand meisten Infektionen wurden den Behörden zufolge in der Provinz Ituri erfasst.

In Uganda gab es zu Beginn des Ausbruchs auch einige Fälle, zwei verliefen tödlich. Nach strenger Kontaktverfolgung wurde allerdings seit dem 21. Juni kein neuer Fall mehr registriert.

Ansteckung auch über Tote möglich

Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende, schwere Infektion. Das Virus wird vermutlich über den Kontakt mit infizierten Tieren wie Affen und Fledermäusen aufgenommen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über Körperflüssigkeiten von Erkrankten – oder auch bei der Aufbahrung der Toten. Die frühen Symptome ähneln einem grippalen Infekt, im weiteren Verlauf kann es zu inneren und äußeren Blutungen, Krämpfen oder Atemnot kommen.

Am meisten betroffen ist die Provinz Ituri im Ostkongo.

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