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Startseite»Nachrichten»Nach den Waldbränden: Zehntausende Spanier kehren in ihre Häuser zurück
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Nach den Waldbränden: Zehntausende Spanier kehren in ihre Häuser zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach den WaldbrändenZehntausende Spanier kehren in ihre Häuser zurück

Tagelang brennt es um Madrid, Tausende Menschen werden evakuiert. Jetzt dürfen sie zurück. Doch entspannt ist die Lage noch nicht. Regierungschef Sánchez spricht von einer „entscheidenden“ Phase.

Nach fast einer Woche der Angst und Ungewissheit kehren Zehntausende in den Waldbrandgebieten rund um Madrid in ihre Häuser zurück. Die Behörden hoben Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen für 19 Ortschaften auf, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Angesichts des Beginns der vierten Hitzewelle des Sommers, die bis Sonntag anhalten soll und in den nächsten Tagen die Löscharbeiten erschweren dürfte, warnen die Behörden jedoch weiterhin vor verfrühter Entwarnung.

Bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände im Westen der Region Madrid sowie in den angrenzenden Provinzen Ávila und Toledo konnten die Einsatzkräfte derweil weitere Erfolge erzielen. Am Dienstag hätten sich die Flammen nicht weiter ausgebreitet, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska.

Er hoffe, dass trotz der für heute vorhergesagten hohen Temperaturen die Arbeiten zur Ablöschung verbliebener Glutnester und die Sicherung der Brandgebiete beginnen könne. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte zuvor erklärt, man könne bereits „Licht am Ende des Tunnels sehen“.

Mehr als 50.000 Menschen in den Gebieten rund um die spanische Hauptstadt kehren seit Dienstagabend dank der Stabilisierung der Brandlage nach und nach in ihre Häuser zurück. Von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen sind aber noch rund 40.000 Menschen betroffen. Auch für diese werde es bald gute Nachrichten geben, versicherten Sprecher der Einsatzteams.

Keine Entspannung im Osten Spaniens

Größere Sorgen bereitet nun der Waldbrand in der Provinz Castellón im Osten des Landes, wo die Flammen weiterhin außer Kontrolle sind. Im Gebiet Vall d’Uixó erfasste das Feuer bisher rund 10.000 Hektar Wald- und Buschland. Dort waren seit dem Wochenende insgesamt rund 16.000 Menschen evakuiert worden, viele konnten aber inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

Die kommenden zwölf Stunden sind nach den Worten des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez „entscheidend“ für die Bekämpfung der in der Nähe der Hauptstadt Madrid lodernden Waldbrände. „Die Dinge entwickeln sich positiv, wenn auch größte Vorsicht geboten ist“, sagte Sánchez in der Nähe des Brandgebiets in einer Stellungnahme. „Ich glaube, die kommenden zwölf Stunden werden sehr wichtig sein“, fügte er hinzu.

Sie würden „entscheidend dafür sein, die Arbeit des Zivilschutzes zu konsolidieren“, so der Regierungschef. Am gestrigen Dienstag hatte Sánchez mit Blick auf die Lage bereits erklärt, er sehe „Licht am Ende des Tunnels“. Zuvor hatte es nach tagelangen Bränden eine leichte Entspannung der Lage gegeben. Den Behörden zufolge hatte es in der Nacht kein erneutes Aufflammen der Feuer gegeben.

Das beliebte Urlaubsland erlebt derzeit eine der verheerendsten Waldbrandserien der jüngeren Geschichte. Allein in Ávila wurde nach vorläufigen amtlichen Schätzungen eine Fläche von knapp 50.000 Hektar zerstört. Das entspricht rund 500 Quadratkilometern – fast der Fläche des Bodensees. Dieses Feuer ist damit das größte der jüngeren Geschichte Spaniens, das heißt seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1968. Größere Touristen-Hotspots sind bisher allerdings nicht betroffen.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa/AFP

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