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Startseite»Nachrichten»„Nicht krank zum Arzt schleppen“: Klingbeil: Krankschreibung ab erstem Tag pragmatisch lösen
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„Nicht krank zum Arzt schleppen“: Klingbeil: Krankschreibung ab erstem Tag pragmatisch lösen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Nicht krank zum Arzt schleppen“Klingbeil: Krankschreibung ab erstem Tag pragmatisch lösen

Das Reformpaket steht. War es das jetzt? Nein, sagt SPD-Chef Klingbeil. (Foto: REUTERS)

Die beschlossene Pflicht zum Krankenschein sorgt für Unruhe bei vielen Arbeitnehmern. Der SPD-Vorsitzende stellt nun eine unbürokratische Handhabung in Aussicht. Er begründet auch, warum die Reformen trotz der Belastungen für alle notwendig seien.

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hält auch nach der Einigung der Koalition auf das Reformpaket weitere Schritte für notwendig. Klingbeil geht davon aus, dass es bei den Beratungen im Bundestag noch die eine oder andere Änderung geben wird, wie er im ARD-„Sommerinterview“ betont. Er rate aber dazu, das Paket nicht mehr aufzuschnüren. Klingbeil plädierte für eine „pragmatische Umsetzung“ der umstrittenen Verschärfung der Krankschreibungsregeln. Er sprach sich dafür aus, betriebliche oder tarifrechtliche Regelungen für dieses Vorhaben zu finden.

Man müsse sich „nicht krank zum Arzt schleppen und auch nicht krank auf die Arbeit schleppen“, sagte Klingbeil. Eine Bescheinigung werde zwar ab dem ersten Tag gebraucht, das bedeute aber nicht, dass diese schon ab dem ersten Tag geholt werden müsse. Zudem sei es am besten, wenn die Tarifpartner oder die Betriebe die Möglichkeit hätten, „das Ganze so zu regeln, wie sie es gerne hätten“.

Klingbeil räumte ein, dass die Beschlüsse Belastungen für alle Menschen bringen würden. „Wir werden den Menschen etwas abverlangen müssen“, sagte er. Aber: „Nichts tun und unser Land einfach in diesem Status quo belassen, und dieser Status quo hat sich ja über 20 Jahre aufgebaut, das wäre das Schlimmste, was man diesem Land gerade antun könnte.“ Die Maßnahmen seien wegen des Reformstaus in Deutschland notwendig.

Die Spitzen der Koalition aus CDU, CSU und SPD hatten am Mittwoch ein umfangreiches Reformpaket beschlossen. Es umfasst vor allem eine Steuerreform mit der Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen, eine Rentenreform, eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung und einen Bürokratieabbau.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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