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Startseite»Nachrichten»Oft von Impfskeptikern zitiert: Britisches Fachblatt zieht umstrittene Corona-Studie zurück
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Oft von Impfskeptikern zitiert: Britisches Fachblatt zieht umstrittene Corona-Studie zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Oft von Impfskeptikern zitiertBritisches Fachblatt zieht umstrittene Corona-Studie zurück

Die zurückgezogene Studie hatte Impfungen nicht direkt infrage gestellt. (Foto: IMAGO/Aton Chile)

Eine Studie von 2024 will zeigen, dass die Übersterblichkeit in den Jahren nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in mehreren Regionen der Erde anormal hoch ist. Für Impfgegner ist die Veröffentlichung ein gefundenes Fressen. Knapp zwei Jahre später wird die Studie zurückgezogen.

Eine 2024 veröffentlichte Studie zur Übersterblichkeit nach der Corona-Pandemie, die vielfach von Impfskeptikern als Beleg für ihre Position zitiert wurde, ist wegen „Desinformation“ und methodischer Mängel zurückgezogen worden. Die in der britischen Fachzeitschrift „BMJ Public Health“ erschienene Untersuchung enthalte „Desinformation über die möglichen Gründe der Übersterblichkeit“, teilte die Herausgeber-Gruppe BMJ mit. Außerdem habe sie sich nur auf einen „begrenzten Umfang eigener Arbeit“ gestützt.

In der Studie hatte es geheißen, dass die Übersterblichkeit in mehreren Regionen der Erde auch in den Jahren nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie anormal hoch geblieben sei. In zahlreichen impfskeptischen Veröffentlichungen im Internet war die Studie daher als Beleg präsentiert worden, dass Corona-Impfungen zum Anstieg der Todesrate geführt hätten.

Die Studienautoren selbst hatten einen solchen Zusammenhang nicht hergestellt. Sie warfen aber die Frage auf, warum es „trotz der Ergreifung von Eindämmungsmaßnahmen und Impfungen gegen Covid-19“ höhere Todesraten gebe. Sie riefen die politischen Entscheidungsträger damals auf, genauere Daten zu veröffentlichen, um die Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen und Corona-Impfungen zu prüfen.

„Unbegründete Kritik an Corona-Impfungen befeuert“

Dies war vielfach auf Kritik gestoßen. Den Studienautoren wurde vorgeworfen, unbegründete Kritik an Corona-Impfungen befeuert zu haben, obwohl diese während der Pandemie Millionen Menschen das Leben gerettet hätten. Die BMJ-Gruppe erklärte zunächst, sie gehe den Vorwürfen nach. Auch das Prinzessin-Máxima-Zentrum für Kinder-Onkologie im niederländischen Utrecht, mit dem drei der vier Studienautoren verbunden sind, leitete eine Untersuchung ein.

BMJ veröffentlichte zunächst eine Warnung, die zu einem vorsichtigen Umgang mit der Studie aufrief, und zog die Veröffentlichung nun komplett zurück. Diese Entscheidung werde von zwei der vier Autoren sowie vom Prinzessin-Máxima-Zentrum mitgetragen, erklärte die BMJ-Gruppe.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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