KURZMELDUNG · SCHWEIZ
Am Telefon nennt ein angeblicher Finanzberater die Höhe des eigenen Vorsorgeguthabens. Das kann glaubwürdig wirken. Cybercrimepolice warnt am 14. Oktober 2026, dass gestohlene Pensionskassendaten für gezielte Anlageanrufe missbraucht werden könnten.
Anlass ist ein Cyberangriff auf PK Softech, einen Softwareanbieter für Pensionskassen, Ende September. Cybercrimepolice spricht von einem Angriff mit Erpressungssoftware. PK Softech geht von einem Datenabfluss aus. Art und Umfang der betroffenen Daten werden noch untersucht.
Zu den Kunden gehört die Pensionskasse des Bundes Publica. Neben Kontaktdaten könnten laut Publica auch Lohn- und Vorsorgeinformationen betroffen sein. Welche Personendaten tatsächlich abgeflossen sind, wird noch geprüft. Publica betont, dass Vorsorgeguthaben und Renten sicher seien. Mit Stand 14. Oktober gibt es keine Hinweise auf eine Veröffentlichung der Daten im Darkweb.
Kriminelle könnten solche Angaben nutzen, um sich als Finanzberater auszugeben und höhere Erträge für das Pensionskassengeld zu versprechen. Die Warnung belegt allerdings keine bereits erfolgten Betrugsanrufe oder eine laufende Betrugswelle.
Dass jemand die Höhe des eigenen Vorsorgeguthabens kennt, beweist keine seriöse Beratung. Bei unerwarteten Anlageanrufen sollte man keine weiteren Daten nennen und keine Investition zusagen. Rückfragen klärt man selbst mit der Pensionskasse über deren offizielle Kontaktwege. Persönliches Vorwissen ist eine häufige Methode, um betrügerische Gespräche glaubwürdig wirken zu lassen.
Quellen
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