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Startseite»Nachrichten»Polizei rätselt zu Motiv: Sportjournalist in Italien erschossen und verbrannt
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Polizei rätselt zu Motiv: Sportjournalist in Italien erschossen und verbrannt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Polizei rätselt zu MotivSportjournalist in Italien erschossen und verbrannt

Luca Esposito berichtete nicht über Kriminalfälle. Doch jetzt wurde er selbst zu einem. (Foto: Instagram/Luca Esposito)

Seit Freitag fehlt von Sportreporter Esposito jede Spur. Zwei Tage später finden Feuerwehrleute seine Überreste bei einem Buschbrand in Süditalien. Wollten Kriminelle mit dem Feuer ihre Spuren beseitigen?

In Italien ist Sportjournalist Luigi „Luca“ Esposito tot aufgefunden worden. Rettungskräfte waren am Sonntagmorgen ausgerückt, um einen Brand zu löschen – Büsche am Rande eines Feldwegs standen in Eboli in der Provinz Salerno in Flammen. Dabei entdeckten die Feuerwehrleute jedoch auch die Reste eines verbrannten Menschen. Ob es ein Mann oder eine Frau war, konnten die Brandbekämpfer zu dem Zeitpunkt nicht mehr erkennen, berichtet Sky tg24.

Erst als die Polizei anrückte und die Umgebung absuchte, stand fest, dass es sich um den in der Region bekannten Sportreporter handelte und er getötet wurde. Die Ermittler fanden sein Auto unweit des Feuers. Zudem entdeckten sie mehrere Patronenhülsen, die nach Schüssen am Ort des Geschehens liegen gelassen worden sind, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde ist überzeugt, dass der 53-Jährige zuerst erschossen, anschließend mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und schließlich in Brand gesteckt wurde, um die Tötung zu vertuschen.

Laut „Avellino Today“ wurde Esposito zuletzt am Freitagabend gesehen. Er sei anschließend nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen und nicht zu einem geplanten Treffen erschienen. Daraufhin begann eine Suche nach dem Italiener, dem auch Verbindungen zur Umweltbehörde Arpac nachgesagt wurden. Die Behörde äußerte sich jedoch bereits öffentlich, dass Esposito kein Arpac-Mitarbeiter gewesen war.

Der angesehene Reporter arbeitete vor seinem Tod freiberuflich für die Tageszeitung „La Città di Salerno“ und den Fernsehsender Ottochannel. Zusätzlich betrieb er den Fußballkanal tuttosalernitana.com auf Instagram. Über Kriminalität oder Justizthemen berichtete Esposito nicht. Die Polizei rätselt daher, was das Motiv für die Tötung gewesen sein könnte. Zu Eboli, wo die Leiche gefunden wurde, hatte der Journalist keine Verbindung. Esposito lebte eigentlich 50 Kilometer entfernt in Nocera Inferiore. Er sei nur selten in der Region um Eboli gewesen, meldet Sky tg24.

Der Internationale und der Europäische Journalistenverband (IFJ bzw. EFJ) „fordern die italienischen Behörden auf, eine gründliche Untersuchung durchzuführen, um festzustellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und der journalistischen Tätigkeit des Opfers besteht“, teilen beide Verbände mit. Der nationale Präsident des Journalistenverbandes, Carlo Bartoli, bezeichnet die Tötung als „brutalen Mord“. Ottavio Lucarelli, Chef des regionalen Journalistenverbandes, spricht von einem „Ereignis von beispielloser Tragweite“.

Quelle: ntv.de, mpa

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