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Startseite»Nachrichten»Polnische Behörden alarmiert: Goldalge sorgt erneut für Fischsterben in Nebengewässer der Oder
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Polnische Behörden alarmiert: Goldalge sorgt erneut für Fischsterben in Nebengewässer der Oder

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 23, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Polnische Behörden alarmiertGoldalge sorgt erneut für Fischsterben in Nebengewässer der Oder

Immer wieder dezimiert die Goldalge die Fischbestände. (Foto: picture alliance/dpa)

Erneut registrieren die Behörden in Polen Tonnen toter Fische in einem Nebengewässer der Oder. Erneut ist die Ausbreitung der Goldalge schuld. Die Ämter wollen nun auf ein bereits in der Vergangenheit genutztes Mittel zurückgreifen.

Polnische Behörden haben in den vergangenen Tagen mehr als vier Tonnen toter Fische aus einem Nebengewässer der Oder geborgen. Bislang sei das Fischsterben auf einen Abschnitt des Gleiwitzer Kanals begrenzt, sagte eine Sprecherin der örtlichen Wasserbehörde dem Sender Tok.fm. Ursache sei die Blüte der giftigen Goldalge, teilte die Behörde mit.

Derzeit würden regelmäßige Einsatzpatrouillen zu Wasser und an Land die Lage überwachen, außerdem würden die verendeten Fische an dem betroffenen Abschnitt des Kanals entnommen. Bis auf Weiteres wurde auch der Betrieb von zwei Schleusen ausgesetzt, wie es hieß. So will man die Ausbreitung der Goldalge auf weitere Kanalabschnitte verhindern. Sollte dies nicht gelingen, erwägt die Wasserbehörde die kontrollierte Einleitung von Wasserstoffperoxid, das die Zellen der Goldalge zerstört.

Im Sommer 2022 war es in der Oder zu einem massenhaften Fischsterben gekommen. Experten in Deutschland und Polen kamen zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich die toxische Wirkung einer Blüte der giftigen Goldalge Prymnesium parvum den Tod der Fische verursacht hatte.

Der 1939 in Betrieb genommene Gleiwitzer Kanal ist 41 Kilometer lang und verbindet die oberschlesische Großstadt Gleiwitz (Gliwice) mit der Oder. Zuletzt wurde dort im Sommer 2024 erneut eine große Menge toter Fische geborgen. Die Behörden ordneten seinerzeit eine Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff an und leiteten Wasserstoffperoxid ein.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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