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Startseite»Nachrichten»Spionage-Affäre in England: Morddrohungen bereiten deutschem Trainer schlaflose Nächte
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Spionage-Affäre in England: Morddrohungen bereiten deutschem Trainer schlaflose Nächte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Spionage-Affäre in England

Morddrohungen bereiten deutschem Trainer schlaflose Nächte

03.08.2026 | 06:35 Uhr

Die Spionage-Affäre beim englischen Zweitligisten FC Southampton wirkt noch immer nach. Dem deutschen Trainer Tonda Eckert droht eine Sperre. Der Verein hält zu ihm – aber von außen bekommt er sogar Morddrohungen.

Der deutsche Trainer Tonda Eckert hat in einem Interview offen über die Spionage-Affäre des englischen Fußball-Zweitligisten FC Southampton gesprochen und von schlaflosen Nächten erzählt. „Es gab sie. Vor allem gab es ein permanentes Gedankenkarussell. Als Cheftrainer bin ich für eine Entscheidung verantwortlich, die wir sehr bereuen“, sagte Eckert dem „Kicker“.

Er habe auch Morddrohungen erhalten. „Ja, das konnte auch nicht mehr ohne Polizei ablaufen. Ich möchte nicht auf Details eingehen, nur so viel: Mir wurde empfohlen, nicht mehr selbst zu fahren, sondern hinten im Auto zu sitzen. Das war sehr schwierig“, schilderte Eckert in großer Offenheit. „Die Welle war riesig. Darauf wird man nicht vorbereitet. Ich bin kaum in Sozialen Netzwerken aktiv, was in dieser Situation hilfreich war. Trotzdem fanden Menschen Wege, mir Drohungen zukommen zu lassen.“

Ein Klubmitarbeiter war dabei beobachtet worden, wie er das Training des FC Middlesbrough vor dem Halbfinal-Duell in den Championship-Playoffs ausspioniert hatte. Eine unabhängige Disziplinarkommission der englischen Fußball-Liga (EFL) schloss den Klub daher aus den Championship-Playoffs aus – der mögliche Premier-League-Aufstieg war dahin. Zudem wurde Southampton mit einem Vier-Punkte-Abzug für die kommende Saison bestraft. „Die Konsequenzen hätten für den Verein und die Mannschaft kaum härter sein können. Dann kommt eine öffentliche Wucht, auf die einen nichts vorbereitet“, sagte Eckert.

Der 33-jährige Trainer aus Deutschland betonte, dass ihm die Regelung neu war. „Ich wusste es nicht, nein. Ich habe es aber autorisiert, deshalb liegt die Gesamtverantwortung bei mir. Gerade in England sind in der Rolle des Managers viele Aufgaben gebündelt. Die Entscheidung war falsch und hatte riesige Folgen für Spieler, Fans und den Verein“, sagte Eckert.

Nach Ansicht der Kommission hatte Eckert seine Mitarbeiter beauftragt, Trainingseinheiten von Gegnern zu beobachten, was der Trainer auch selbst einräumt. Nach den Regularien der EFL ist das allerdings verboten. Der Fußballverband FA hat Eckert angeklagt, er könnte zusätzlich zu den Konsequenzen für den Klub eine Sperre kassieren. Die Klubführung setzt dennoch weiter auf den gebürtigen Berliner.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/dpa/sid

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