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Startseite»Nachrichten»Streit mit Hegseth dementiert: Trump droht wegen Berichten über Munitionsmangel mit langen Haftstrafen
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Streit mit Hegseth dementiert: Trump droht wegen Berichten über Munitionsmangel mit langen Haftstrafen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Streit mit Hegseth dementiertTrump droht wegen Berichten über Munitionsmangel mit langen Haftstrafen

Hat Verteidigungsminister Pete Hegseth (l.) Donald Trump getäuscht? (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

Der US-Präsident hat mal wieder Medien wegen ihrer Berichterstattung im Visier, die ihm nicht gefällt. Zum einen geht es um einen möglichen Munitionsmangel bei gewissen Waffensystemen, zum anderen soll es einen Streit mit Verteidigungsminister Pete Hegseth gegeben haben. Das Weiße Haus reagiert scharf.

US-Präsident Donald Trump tritt Berichten über angeblich schwindende Waffenvorräte im US-Militär als Folge des Iran-Kriegs entgegen – und droht Menschen, die dies verbreiten, mit langen Haftstrafen. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Die USA verfügen über gewaltige Mengen an ‚Munition‘, insbesondere bestimmter Arten“.

Zudem würden große Mengen hergestellt und bei Bedarf in die USA geliefert. Auch ziehe die Verteidigungsindustrie in den USA derzeit die größte Anzahl an Produktionsstätten und Fabriken in der Geschichte des Landes hoch. „Diejenigen, die diese verräterischen Informationen durchgestochen haben, werden gejagt“, heißt es in seinem Post weiter. „Es werden langjährige Haftstrafen gefordert werden!“

Über schwindende Waffenvorräte – allen voran bei weitreichenden Raketen vom Typ und Patriot-Abfangraketen, die auch die Ukraine derzeit dringend benötigt – hatten unter anderem der US-Sender CNN und die Zeitung „Washington Post“ berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berufen. Mögliche Engpässe könnten den Handlungsspielraum der USA im Krieg mit dem Iran einengen, bei dem Trump der Zeitung zufolge von einem schnellen und relativ leichten Sieg ausgegangen war.

Weißes Haus spricht von erfundenen Berichten

Der „Washington Post“ zufolge forderte Trump bei einem Gipfeltreffen in Camp David am vergangenen Wochenende von Verteidigungsminister Pete Hegseth Erklärungen zu den „extremen Munitionsengpässen“. Trump habe dabei Antworten verlangt, warum er offenbar darüber getäuscht worden sei, so die Zeitung. Hegseth habe daraufhin seinen Stellvertreter Stephen Feinberg für die Engpässe verantwortlich gemacht – und auch dafür, dass Trump nicht umfassend über die Lage informiert worden sei.

Pentagonsprecher Sean Parnell wies beide Darstellungen der Zeitung zufolge aber als „erfunden“ zurück. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte auf Nachfrage der „Washington Post“ zu der kolportierten Konfrontation zwischen Trump und Hegseth: „Das ist zu 100 Prozent Fake News.“ Präsident Trump habe das „äußerste Vertrauen“ in Minister Hegseth.

In dem CNN-Bericht, den Hegseth zurückwies, hieß es kürzlich, dass das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in Washington schätzte Stand Ende Juli, dass den USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Krieg seien es geschätzt gut 2300 gewesen.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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