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Startseite»Nachrichten»Streit um Warner-Brothers-Deal: Filmstudio Paramount zieht offenbar aus Hollywood weg
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Streit um Warner-Brothers-Deal: Filmstudio Paramount zieht offenbar aus Hollywood weg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Streit um Warner-Brothers-DealFilmstudio Paramount zieht offenbar aus Hollywood weg

Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könnte auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden. (Foto: Jae C. Hong/AP/dpa)

Paramount will den Rivalen Warner Brothers übernehmen. Mehrere US-Bundesstaaten klagen gegen den Zusammenschluss, um eine zu starke Medienkonzentration zu verhindern. Um den Deal umzusetzen, erwägt das Filmstudio Paramount wohl drastische Konsequenzen.

Der Unterhaltungskonzern Paramount stellt laut Medienberichten die Weichen für einen Wegzug aus Kalifornien. Der Auslöser des Schritts soll eine Wettbewerbsklage gegen die geplante Übernahme des Rivalen Warner Brothers sein. Der Paramount-Verwaltungsrat habe den Beginn des Vorhabens ab dem 1. Oktober gebilligt, berichteten unter anderem das Online-Portal Puck und der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Paramount kommentierte die Medienberichte bisher nicht.

Den Berichten zufolge sprach Paramount-Chef David Ellison von einem auf fünf Jahre ausgelegten Plan, bei dem der Großteil der Jobs im Film- und TV-Bereich den Standort wechseln soll. Sollte die Warner-Übernahme gelingen, könnte auch ein Studiogelände in Hollywood verkauft werden.

Als potenzielles neues Zuhause würden unter anderem die Bundesstaaten Tennessee, Georgia und Texas in Erwägung gezogen, hieß es. Das sind alles Bundesstaaten, in denen die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump stark ist. Auch andere in Kalifornien ansässige Unternehmen, etwa der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Autokonzern Tesla, verlegten in den vergangenen Jahren ihre Firmenzentrale in republikanische Bundesstaaten, die den Unternehmen eine freiere Hand und eine niedrigere Steuerlast versprechen.

Die aktuelle Wettbewerbsklage wurde von Kalifornien und anderen Bundesstaaten eingereicht, die von Demokraten geführt werden. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta sprach nach den Berichten von einem Erpressungsversuch. Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen.

Übernahme soll bis Juni 2027 abgeschlossen sein

Vergangene Woche hatte eine Richterin den Prozess zu Wettbewerbsklagen der US-Bundesstaaten sowie der Drehbuchautoren-Gewerkschaft auf Anfang März kommenden Jahres angesetzt. Für Paramount macht das den bereits rund 111 Milliarden Dollar – umgerechnet rund 96 Milliarden Euro – schweren Deal noch etwas teurer. Denn die Paramount-Spitze sagte Warner-Aktionären zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal zu, falls die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss.

Die Unternehmen setzten sich eine Frist bis zum 4. Juni 2027, um die Übernahme abzuschließen. Verstreicht sie, kann Warner Brothers den Deal aufkündigen – und von Paramount eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar kassieren. Zugleich könnten die Firmen auch die Frist verlängern. Paramount setzte den Warner-Kauf nach den Wettbewerbsklagen vorläufig aus.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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