Es gilt als eines der schwersten Gewaltverbrechen in Südafrika der vergangenen Jahre: Nahe der Metropole Johannesburg wurden bei einer einem Schusswaffenangriff 17 Menschen getötet. Auch bei Kapstadt gab es einen Angriff.
In einer Bar westlich von Johannesburg sind bei einem Schusswaffenangriff 17 Menschen getötet worden. Mindestens 15 weitere wurden teils schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.
Mehrere schwer bewaffnete Männer stürmten der Polizei zufolge am Samstagabend die gut besuchte Taverne nahe der größten Stadt Südafrikas und schossen mit automatischen Gewehren auf die Besucherinnen und Besucher. Teils hätten sie Gäste durchsucht und deren Mobiltelefone gestohlen. Vor dem Lokal sollen die Täter mehrere Autos angezündet haben und dann unerkannt geflohen sein.
Die Polizei hat Sonderermittler eingesetzt, die Fahndung läuft auf Hochtouren. Die Behörden sprechen von einem gezielten Angriff – man ermittele in alle Richtungen. Hintergrund könnte eine Auseinandersetzung im kriminellen Milieu sein. Die Polizei warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. Der Angriff gilt als eines der schwersten Gewaltverbrechen in Südafrika der vergangenen Jahre.
Tödlicher Angriff auch nahe Kapstadt
Auch in einem Township nahe Kapstadt hat es einen Schusswaffenangriff gegeben. Dabei wurden zehn Menschen getötet und elf verletzt. Die Polizei berichtet, bewaffnete Männer hätten einen Nachtclub gestürmt und auf die Gäste geschossen. Auch hier waren die Motive zunächst unklar.
Südafrika mit rund 62 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Laut Polizei gab es in den Jahren 2024 und 2025 durchschnittlich 67 Morde pro Tag. Oft spielt dabei Rivalität zwischen kriminellen Banden eine Rolle.
Mit Informationen von Stephan Ueberbach, ARD Johannesburg
