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Startseite»Politik»Trump droht Iran bei Angriffen auf Schiffe mit Vergeltung
Politik

Trump droht Iran bei Angriffen auf Schiffe mit Vergeltung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 22, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 22.07.2026 • 19:08 Uhr

Präsident Trump verschärft seinen Ton gegenüber Teheran erneut: Sollte Iran weiter Schiffe in der Straße von Hormus beschießen, würden die USA zivile Infrastruktur zerstören. Auch aus Teheran kommen neue Drohungen.

US-Präsident Donald Trump hat zum wiederholten Mal mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur in Iran gedroht. Nach seinen Worten werden die USA künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran „bombardieren und zerstören“, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt. Dabei würden auch andere zivile Infrastrukturobjekte in Teheran oder in der Nähe davon ins Visier genommen werden, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Angriffe auf zivile Infrastruktur können nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen darstellen. Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit der Zerstörung iranischer Brücken und Kraftwerke gedroht. Zunächst waren solche Angriffe allerdings ausgeblieben.

Vergangene Woche berichteten Medien dann über Angriffe des US-Militärs auf mehrere Brücken und einen Flughafen in Iran. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bislang nicht. Mit den Angriffen auf Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.

Iran spricht von Kriegsverbrechen

Irans UN-Botschafter erklärte daraufhin, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Iran holte in Reaktion darauf erneut zu Attacken gegen Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain und Katar sowie in Jordanien aus. Nach Regierungsangaben aus Kuwait griff Iran dabei auch zivile Ziele wie Anlagen zur Stromerzeugung und Entsalzung an.

UN-Generalsekretär António Guterres äußerte über einen Sprecher Besorgnis über Angriffe auf zivile Infrastruktur in Iran und der gesamten Region. „Solche Angriffe sind inakzeptabel.“

Als Reaktion auf Trumps jüngste Ankündigung drohte Iran seinerseits mit Vergeltung, sollten die USA Infrastruktur wie Brücken oder Kraftwerke angreifen, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Militärkreise berichtete.

Nächtliche Angriffe auf Ziele in Iran

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Trump im festgefahrenen Iran-Krieg seine Rhetorik in Richtung Teheran immer weiter verschärft. In der Nacht hatte die US-Armee außerdem erneut zahlreiche Ziele in Iran angegriffen. Iranische Medien berichten unter anderem von Attacken auf die Insel Larak, die in der Nähe der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegt.

Das US-Regionalkommando CENTCOM erklärte dazu heute im Onlinedienst X, die Attacken sollten die „iranischen Fähigkeiten schwächen, den Schiffsverkehr zu beeinträchtigen“. Auch in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben von Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert. Die iranische Hauptstadt war seit Monaten nicht mehr attackiert worden.

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