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Startseite»Politik»Trump droht Iran bei NATO-Gipfel mit neuen Angriffen
Politik

Trump droht Iran bei NATO-Gipfel mit neuen Angriffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 08.07.2026 • 16:33 Uhr

US-Präsident Trump droht mit neuen Angriffen auf Iran – und schließt weitere Verhandlungen mit Teheran aus. Zumindest vorerst. Auf dem NATO-Gipfel kritisierte er erneut die Bündnispartner Spanien und Deutschland.

Nach der Aufkündigung des Rahmenabkommens mit Iran hat US-Präsident Donald Trump dem Regime in Teheran mit einem massiven Militärschlag und der Besetzung der strategisch wichtigen Insel Charg gedroht. „Es könnte ein großer Angriff werden“, sagte Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara. Falls nötig, würden die USA auch die Strom- und Wasserwerke des Landes ausschalten. Er wolle dies jedoch eigentlich nicht, so Trump weiter.

Das US-Militär hatte bereits in der Nacht zum Mittwoch Dutzende Ziele in Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen.

„Sie verletzen das Abkommen jeden Tag“, kritisierte Trump mit Blick auf das Mitte Juni geschlossene und nun aufgekündigte Rahmenabkommen. Bei den US-Angriffen handele es sich um Vergeltung für iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Teheran setze dafür Drohnen und Raketen ein.

Trump schließt Verhandlungen mit Iran aus

Neuen Verhandlungen erteilte Trump vorerst eine Absage: „Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum“, antwortete er auf eine Frage nach der Waffenruhe mit Teheran. Er halte es für reine Zeitverschwendung, sich mit Vertretern Irans abzugeben. „Das sind Lügner.“

Wieder Kritik an NATO-Ländern

Trump kündigte zudem an, die Handelsbeziehungen mit Spanien wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg zu beenden. Auch Deutschland zählte er wieder zu den Ländern, die die USA im Krieg gegen Iran im Stich gelassen hätten.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor dem Wutausbruch Trumps noch den guten „Geist von Ankara“ beschworen. „Ich bin mir sicher, dass wir von Ankara aus einen neuen Geist in der NATO haben werden, der die NATO stärker, der die NATO geschlossener macht.“

Ausgleichende Worte von Rutte und Erdogan

NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte nach dem Gipfeltreffen den Zusammenhalt des Militärbündnisses. „Wir haben das Gefühl, dass diese Allianz enger zusammensteht als je zuvor“, sagte er.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan lobte einerseits die entschlossene Haltung Trumps bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit Iran. Gleichzeitig dankte der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges.

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