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Startseite»Nachrichten»US-Militär greift im Iran an: Flugabwehr in Teheran im Einsatz
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US-Militär greift im Iran an: Flugabwehr in Teheran im Einsatz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 22, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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US-Militär greift im Iran anFlugabwehr in Teheran im Einsatz

In der Hauptstadt Teheran hatte es seit Wochen keine US-Angriffe mehr gegeben.

Die USA bombardieren erneut den Iran. Erstmals seit Wochen sind auch in der Hauptstadt Teheran wieder Explosionen zu hören. Das könnte darauf hindeuten, dass der Konflikt ein neues Level erreicht hat.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele im Iran gestartet. Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation ist auch wieder die Flugabwehr in Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren einem Reporter zufolge dumpfe Detonationen zu hören. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte zunächst wieder Ruhe.

Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom begründete die Angriffe die elfte Nacht in Folge wie zuvor: Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können. Die genauen Ziele der neuen Angriffe machte Centcom nicht bekannt.

Die nächtlichen Geschehnisse in Teheran könnten darauf hindeuten, dass die Eskalation des Konflikts in eine neue Phase tritt. Die bislang letzten Angriffe auf die Metropole hatte es Anfang Juni gegeben, also vor mehr als einem Monat. Damals hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in der Stadt attackiert.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus.

Bereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.

Iran-Krieg kostet USA bisher 37,5 Milliarden Dollar

Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihre Luftangriffe auf den Iran gestartet. Mitte Juni vereinbarten die USA und der Iran ein Rahmenabkommen, das den Weg zur Beendigung des Krieges über vertiefte Verhandlungen ebnen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich aber nach zahlreichen Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.

Nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth kostet der Krieg die USA inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte er bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen. Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählten unter anderem Soldzahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten.

Im Kongress warb Hegseth für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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