Als weltweit erste Stadt hatte Venedig 2024 begonnen, Eintritt für Tagesbesucher zu erheben – in diesem Jahr kamen mehr als fünf Millionen Euro zusammen. In der Regel zahlten Besucher zehn Euro, künftig könnte es deutlich teurer werden.
Mit seinem weltweit einzigartigen Eintrittsgeld hat Venedig in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro eingenommen. Nach Ende der Bezahlsaison an diesem Wochenende berichtete die Stadt von mehr als 650.000 zahlenden Tagesbesuchern.
In der Regel wurden zehn Euro fällig, im kommenden Jahr wird es womöglich teurer: An Spitzentagen könnte der Eintritt nach Überlegungen der Stadtverwaltung auf bis zu 50 Euro steigen.
Seit April mussten Tagesbesucher an insgesamt 60 Terminen Eintritt zahlen. Wer mindestens drei Tage zuvor buchte, kam mit fünf Euro davon. Wer als Tourist länger bleibt, ist davon ausgenommen, dann wird jedoch eine Übernachtungsabgabe fällig. Für den Rest dieses Jahres können Tagesgäste nun ohne Bezahlung in die Stadt.
Regelung seit 2024
Angesichts des Massentourismus hatte Venedig 2024 begonnen, Eintritt zu erheben. Die Besucherzahlen gingen bisher nicht zurück. Offiziell handelt es sich noch immer um eine Testphase – doch kaum jemand zweifelt daran, dass die Regelung bleibt.
Die diesjährigen Einnahmen bewegen sich auf Rekordhöhe, die genaue Zahl soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. 2025 nahm man 5,4 Millionen Euro ein, im Jahr zuvor 2,2 Millionen.
Bürgermeister Simone Venturini hat bereits angedeutet, dass es künftig deutlich teurer werden könnte. Der Mitte-Rechts-Politiker schlug vor, an bestimmten Terminen zwischen 30 und 50 Euro zu verlangen. Allerdings müsste die italienische Regierung zustimmen, auch gibt es verfassungsrechtliche Bedenken.
