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Vier Jahre gesperrt?: Trotz Doping-Ärger: Owen Ansah krönt sich zum drittschnellsten Mann Europas

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vier Jahre gesperrt?

Trotz Doping-Ärger: Owen Ansah krönt sich zum drittschnellsten Mann Europas

Dem deutschen Sprinter Owen Ansah droht eine vierjährige Sperre, ihm wird vorgeworfen, einen Dopingtest verweigert zuhaben. Bei der EM holt er nun trotz des Störfeuers nervenstark die Bronzemedaille über 100 Meter – was Deutschland seit 40 Jahren nicht mehr gelang.

Bronze-Coup trotz Dopingtest-Wirbel: Owen Ansah hat bei der Leichtathletik-EM als erster deutscher Sprinter seit 40 Jahren eine Medaille über 100 Meter gewonnen. Unbeeindruckt von seiner drohenden Sperre stürmte der Hamburger im Showdown von Birmingham in 10,19 Sekunden zu Bronze und musste sich damit nur dem neuen Europameister Romell Glave (10,09 Sekunden) und dessen britischem Landsmann Jeremiah Azu (10,16) geschlagen geben.

Ansah gewann die vierte Medaille für das DLV-Team in Birmingham und schrieb zudem Geschichte – 40 Jahre nach DDR-Sprinter Steffen Bringmann (Silber in Stuttgart) gewann der 25-Jährige als erster Deutscher wieder eine EM-Medaille über 100 m. Ob Ansah Bronze allerdings behalten darf, ist unklar.

Schließlich wirft die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) dem deutschen Rekordhalter vor, im Juli einen Dopingtest verweigert zu haben und fordert eine Sperre von vier Jahren für den 9,98-Sekunden-Mann. Ansah weist die Vorwürfe zurück und will gegen die drohende Sperre vorgehen.

Da bislang keine vorläufige Suspendierung ausgesprochen wurde, ist Ansah in Birmingham startberechtigt. Sein Auftritt im Alexander Stadium war mit großer Spannung erwartet worden, der Druck immens – doch Ansah präsentierte sich von all dem Wirbel um seine Person gänzlich unbeeindruckt. Elegant und entschlossen flog er der ersten ganz großen Einzel-Medaille seiner Karriere entgegen.

Vor dem Rennen war der Fall ein weitgehend nationales Thema. Das ändert sich mit einer Medaille schlagartig: Ein Athlet mit einer solchen (Vor-)Geschichte auf dem Podest könnte den Unmut von Gegnern wie Zuschauern hervorrufen. 

Lucas Ansah-Peprah (Hamburg) und Heiko Gussmann (Wetzlar) waren im Halbfinale ausgeschieden.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid

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