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Startseite»Nachrichten»Vorwurf der Vertuschung: Hinterbliebene belasten Saudi-Arabien bei 9/11-Gedenkveranstaltung
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Vorwurf der Vertuschung: Hinterbliebene belasten Saudi-Arabien bei 9/11-Gedenkveranstaltung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Vorwurf der VertuschungHinterbliebene belasten Saudi-Arabien bei 9/11-Gedenkveranstaltung

Terry Strada verliest die Namen von Verstorbenen. (Foto: AP Photo/Pamela Smith)

Angehörige der Opfer des 11. September 2001 verlesen auf der offiziellen Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag der Terroranschläge die Namen ihrer getöteten Liebsten. Doch zwei Teilnehmer weichen plötzlich vom Skript ab und äußern brisante Anschuldigungen gegen einen US-Verbündeten.

Zwei Hinterbliebene der Opfer vom 11. September 2001 haben bei der Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag der Terroranschläge die US-Regierung aufgefordert, Saudi-Arabien für seine angebliche Unterstützung der Terroristen zur Verantwortung zu ziehen.

Terry Strada, die Witwe von Tom Strada, wich vom Skript der Veranstaltung ab, als sie während der Gedenkfeier die Namen der Opfer des 11. September verlas: „Mit jedem Jahr, das vergeht, vermissen wir dich mehr“, sagte Strada über ihren verstorbenen Ehemann, der im World Trade Center gearbeitet hatte. „Aber wie kann es sein, dass es nach 25 Jahren immer noch keine Gerechtigkeit für die Rolle gibt, die Saudi-Arabien bei deiner Ermordung gespielt hat?“

Wie CNN berichtet, wurden Stradas Worte von einigen in der Menge mit Applaus bedacht. Es sei eine seltene politische Stellungnahme bei einer Veranstaltung, die seit Jahren große Anstrengungen unternehme, solche Äußerungen zu vermeiden.

CNN-Journalist Brian Stelter teilte auf X ein Video, in dem ein Mann auf der Bühne seiner getöteten Tante gedachte und dann ebenfalls auf Saudi-Arabien zu sprechen kam. 25 Jahre lang habe der „Deep State“ die Wahrheit darüber vertuscht, was damals wirklich geschah. „Präsident Trump, Sie sind unsere letzte Hoffnung: Veröffentlichen Sie die ungeschwärzten Akten, die Saudi-Arabien belasten, solange die Hinterbliebenen der Opfer noch am Leben sind und dies miterleben können.“ Nach Angaben von CNN handelte es sich dabei um den Neffen von Lisa Marie Terry, die ebenfalls bei ihrer Arbeit im World Trade Center ums Leben kam.

Es ist unklar, auf welche Akten sich der Mann genau bezog. Möglicherweise habe er jedoch mehrere FBI-Akten gemeint, die 2021 auf Anweisung von Präsident Joe Biden freigegeben wurden, schreibt CNN. Die Dokumente aus dem Jahr 2016 enthalten demnach Einzelheiten zu den Ermittlungen des FBI hinsichtlich der mutmaßlichen logistischen Unterstützung, die ein saudischer Konsularbeamter und ein mutmaßlicher saudischer Geheimdienstagent in Los Angeles mindestens zwei der Männer geleistet haben sollen, die am 11. September 2001 Flugzeuge entführt hatten. Das Dokument, das zum 20. Jahrestag der tödlichen Anschläge veröffentlicht wurde, wies dem Sender zufolge erhebliche Schwärzungen auf.

Strada gehört laut CNN zu den zahlreichen Angehörigen der Opfer, die eine Klage gegen das Königreich Saudi-Arabien eingereicht haben, in der sie behaupten, das Land habe die Entführer im Vorfeld der Anschläge unterstützt. Strada, die auch nationale Vorsitzende von „9/11 Families United“ ist – einem Zusammenschluss von Angehörigen der Opfer und Überlebenden, der sich für Transparenz einsetzt – warf „einer Regierung nach der anderen“ vor, nicht gehandelt zu haben. Alle noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten waren bei der Gedenkfeier anwesend.

„Präsident Trump kann das noch ändern“, sagte die Witwe. „Sagen Sie den Saudis, sie sollen aufhören zu lügen. Sagen Sie ihnen, dass sie, wenn sie mit den USA befreundet sein wollen, nicht weiterhin all das leugnen dürfen – all den Schmerz, all die Zerstörung, die wir alle durchlitten haben“, forderte sie.

Obwohl 15 der 19 Flugzeugentführer saudische Staatsbürger waren, hat das Königreich jegliche Beteiligung der Regierung an den Anschlägen stets bestritten. Strada bat US-Vizepräsident JD Vance, der an der Gedenkfeier teilnahm, ihre Botschaft an Trump weiterzuleiten.

Quelle: ntv.de, dsc

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