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Startseite»Nachrichten»Wales, Schottland, Nordirland: Nationalisten wollen Unabhängigkeit von England besprechen
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Wales, Schottland, Nordirland: Nationalisten wollen Unabhängigkeit von England besprechen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wales, Schottland, NordirlandNationalisten wollen Unabhängigkeit von England besprechen

Dunkle Wolken über dem Union Jack. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Es ist schon lange die Fantasie nicht weniger Menschen in Wales, Schottland und Nordirland, London den Rücken zu kehren. In Schottland scheitert vor Jahren ein Referendum knapp. Nun wollen Parteichefs der drei Länder einen Plan ausarbeiten, wie es etwas wird mit der Unabhängigkeit.

Führende Vertreter nationalistischer Parteien aus Wales, Schottland und Nordirland wollen zu Gesprächen über eine mögliche Loslösung von Großbritannien zusammenkommen. Bei dem Treffen im walisischen Cardiff wollten sie auf jeweilige Unabhängigkeitsreferenden dieser offiziellen britischen Landesteile drängen, erklärten Schottlands Regierungschef John Swinney von der Schottischen Nationalpartei (SNP), der Chef der walisischen Pro-Autonomie-Partei Plaid Cymru, Rhun ap Iorwerth, und Michelle O’Neill von Nordirlands irisch-republikanischer Sinn-Fein-Partei.

Sie würden „prüfen, wie die Parteien konstruktiv miteinander zusammenarbeiten können“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung der drei Parteichefs weiter. Dafür wollten sie „konkrete Bereiche der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie sowie europäische und internationale Zusammenarbeit ausloten“. Überdies wollten sie „die britische Regierung auffordern, Verfassungsänderungen in Wales, Schottland und Nordirland vorzubereiten, zu planen und zu ermöglichen“.

Das Treffen der drei Parteichefs ist das erste dieser Art. Es findet nur wenige Tage nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem vereinigten Irland statt. Eine Wiedervereinigung der Republik Irland mit Nordirland nannte Trump am Samstag nach einem Treffen mit Irlands Regierungschef Micheal Martin in Dublin „eine großartige Sache“.

Für britischen Premier ist Wiedervereinigung „vom Tisch“

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham hat allerdings eine Abstimmung in Nordirland ausgeschlossen. Im August erklärte er, ein Referendum zu einer Wiedervereinigung sei „vom Tisch“.

In Schottland hatte sich bei einem Referendum im Jahr 2014 eine knappe Mehrheit für einen Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen. London betrachtete die Frage danach als für eine Generation entschieden.

In Nordirland ist die linksnationalistische Partei Sinn Fein stärkste Kraft im Regionalparlament. Die Partei ging aus dem politischen Flügel der paramilitärischen Untergrundorganisation IRA hervor. Die IRA kämpfte jahrzehntelang für die Vereinigung Nordirlands mit der Republik Irland.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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