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Warnung der Verbraucherzentrale: Wenn statt der bestellten Klimaanlage nur ein Ventilator geliefert wird

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Warnung der VerbraucherzentraleWenn statt der bestellten Klimaanlage nur ein Ventilator geliefert wird

Mobile Split-Klimaanlagen wie diese sind derzeit schwer zu bekommen und wegen der Nachfrage teurer geworden. Das nutzen Betrüger aus.

Revolutionäre Klimaanlage mit Raumfahrttechnologie? Hinter solchen Angeboten stecken Betrüger, die abkassieren wollen. Denn statt einer Klimaanlage wird – wenn überhaupt – ein anderes Gerät geliefert, warnen Verbraucherschützer.

Wo das Angebot knapp wird und Preise steigen, sind Betrüger nicht weit – wie etwa bei Klimageräten nach der Hitzewelle Ende Juni. Seitdem ist die Nachfrage insbesondere nach mobilen Klimaanlagen stark angestiegen – und der Sommer noch längst nicht vorbei. Das ruft fragwürdige Online-Shops auf den Plan, die schnelles Geld wittern und denen viele Mittel recht sind.

Sie locken die Kundschaft etwa mit irreführenden Werbeversprechen („Raumfahrttechnologie“), frei erfundenen Medienberichten, KI-Videos und Fake-Gütesiegeln an, warnt das Verbraucherschutzportal „Watchlist Internet“. Oft werde mit einer „günstigen Klimaanlage ohne Installation“ geworben, einem „revolutionären Klimagerät“, das die Branche angeblich geheim halten wolle, so die Verbraucherschützer – und das ungefähr zu Preisen zwischen 70 und 140 Euro. Was aber dann – wenn überhaupt – zu Hause ankommt, sei mehr als ernüchternd: Es handele sich meist um einfache Geräte mit einem normalen Ventilator darin, die nicht annähernd in der Lage sind, überhaupt eine nennenswerte Kühlleistung zu erbringen.

Ein Fall für Chargeback oder Käuferschutz

Auf Kundenservice oder einen durchsetzbaren Widerruf dürften Käuferinnen und Käufer danach bei den zweifelhaften Händlern nicht hoffen. Die Experten raten ohnehin von einer Rücksendung ab, wenn man die Kosten dafür tragen soll.

Besser wendet man sich – je nach genutzter Zahlart – an seine Bank und beantragt einen Kreditkarten-Chargeback, weil „eine falsche oder nicht vertragsgemäße Ware“ geliefert worden ist. Oder man nutzt den Käuferschutz des genutzten Zahlungsdienstes und beantragt eine Rückerstattung.

Problematische und unseriöse Anbieter identifizieren

Anhand dieser Merkmale können Sie problematische und unseriöse Anbieter im Idealfall von vorneherein identifizieren und meiden:

  • Übertriebene Werbeversprechen: Angeblich revolutionäre High-End-Klimaanlagen, die Räume in Minuten herunterkühlen, dabei quasi keinen Strom verbrauchen und das für um die 100 Euro – kann das wirklich sein? Nein!

     

  • Emotionalisierende Werbung: Beispielsweise die erfundene „Hintergrundgeschichte“, eines Ingenieurs aus München, der seine Mutter angeblich bei Extremhitze beinahe verloren hätte, weil sie sich die Reparatur ihrer Klimaanlage nicht leisten konnte – woraufhin er besagtes revolutionäres und günstiges Klimagerät entwickelt habe, das die Branche nun unbedingt geheim halten wolle.

     

  • Sitz im Ausland: Impressum prüfen, um herauszufinden, wer das Produkt verkauft. Wenn mit deutscher Qualität geworben wird, das Unternehmen aber im Ausland sitzt, könnte es sich um ein Dropshipping-Produkt handeln.

     

  • Negative Bewertungen: Im Netz nach Erfahrungsberichten auf vertrauenswürdigen Plattformen suchen und insbesondere die negativen Bewertungen lesen.

Auch der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen hilft, Shopping-Seiten besser einzuschätzen. Die Verbraucherschützer informieren auf ihren Seiten auch über die Seriosität von Gütesiegeln.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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