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Startseite»Nachrichten»Wichtige Meerenge im Visier: Huthi melden erneut Angriff auf saudischen Tanker
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Wichtige Meerenge im Visier: Huthi melden erneut Angriff auf saudischen Tanker

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wichtige Meerenge im VisierHuthi melden erneut Angriff auf saudischen Tanker

Huthi-Anhänger demonstrieren gegen Saudi-Arabien. (Foto: REUTERS)

Die Huthi setzen Saudi-Arabien bei seinen Ölexporten offenbar weiter unter Druck. Wie die Miliz meldet, hat sie bereits mehrere saudische Tanker im Roten Meer angegriffen und noch viel mehr zur Umkehr gezwungen.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben einen weiteren saudischen Tanker angegriffen. Sie habe mit Raketen den 180 Meter langen Öltanker „NCC Wafa“ in der Nähe von Janbu im Roten Meer attackiert, teilte ihr Militärsprecher Jahja Sari mit. Über den Hafen Janbu in Saudi-Arabien bringt das Königreich derzeit einen großen Teil seines Öls an den Weltmarkt, um die blockierte Straße von Hormus zu umgehen.

Die schiitische Miliz führt im Jemen seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung. Dieser Konflikt war vor einigen Wochen erneut eskaliert mit Luftangriffen in Sanaa, dem Machtzentrum der Huthi im Nordjemen. Die Huthi begannen daraufhin mit Angriffen auf saudische Schiffe im Roten Meer oder zwangen diese zu Kurswechseln.

Die Huthi hätten bisher acht saudische Tanker angegriffen, sagte Sari. Zudem hätten 29 saudische Tanker in der Region wegen ihrer Drohungen und Angriffe den Kurs wechseln müssen.

Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab faktisch geschlossen werden könnte. Der Verkehr durch die Meerenge, die die Miliz vom Jemen aus angreifen kann, läuft unabhängigen Datenanbietern zufolge aber vorerst weiter. Die Meerenge liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal führt. Durch Bab al-Mandab („Tor der Tränen“) laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels. Die Huthi hatten mit Angriffen ab 2023 in der Region den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt.

Die schiitischen Huthi sind mit Teheran verbündet, sie werden vom Iran finanziell und mit Waffen unterstützt. Sie sind auch Teil der sogenannten „Achse des Widerstands“, die unter Führung Teherans den Einfluss Israels und der USA in der Region zurückdrängen will. Die Huthi handeln im Vergleich etwa zur mächtigen Hisbollah im Libanon aber unabhängiger von Teheran. Es geht ihnen vor allem darum, ihre Machtbasis im Jemen zu sichern.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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